Ludwigshafen Ludwigshafen: Das Virus und die Paketboten – Versand verweist auf kontaktlose Zustellung

Paketshop-Fahne an einem Ludwigshafener Kiosk.
Paketshop-Fahne an einem Ludwigshafener Kiosk.

„Kann es so etwas im Zeichen von Corona noch geben?“, fragt sich Bernhard Krämer aus Mutterstadt. Er ist nicht der einzige RHEINPFALZ-Leser, dem angesichts der Virus-Krise und dem Infektionsrisiko derlei Gedanken durch den Kopf schießen. Auch aus Ludwigshafen gingen ähnliche Rückmeldungen in der Redaktion zum Thema Paketzusteller ein. Der Versand verweist auf Möglichkeiten kontaktloser Zulieferung.

Bernhard Krämer hat vor einer Woche ein Paket über die Versandfirma Hermes ausgeliefert bekommen. „Der Fahrer verlangte doch tatsächlich, dass man den Empfang mit dem Finger – nicht mit Fingernagel, nicht mit einem Stift – bestätigen sollte. Wenn man sich weigert, würde er das Paket wieder mitnehmen“, schildert Krämer und kritisiert: „Das Unterschriftspad wurde doch bestimmt schon von zig Personen angefasst.“

Mit Krämers Anliegen haben wir die Pressestelle von Hermes konfrontiert, die einige Tage darauf schriftlich antwortete: „Unsere oberste Priorität ist es, eine Ansteckung unserer Mitarbeiter, Servicepartner und der Zusteller zu vermeiden“, heißt es in der Stellungnahme – inklusive einer Entschuldigung für „die verspätete Rückmeldung“.

„Gute digitale Lösungen“

Weiter heißt es in der Hermes-Mitteilung, dass Kunden gleichermaßen bestmöglich geschützt werden müssten und das Unternehmen dazu beizutragen werde, die weitere Verbreitung des Virus in Deutschland insgesamt einzudämmen. „Jeder Kunde kann seine Lieferung ohne jeglichen physischen Kontakt erhalten. Dank guter digitaler Lösungen haben Kunden die Wahlmöglichkeit, ob sie ihre Sendung persönlich entgegennehmen oder an einen Wunschablageort zustellen lassen.“ Mit der Paketlieferung vor die Wohnungstür, in die Gartenlaube, Garage oder einen anderen sicheren Ablageort könne die Zustellung ohne einen persönlichen Kontaktpunkt erfolgen. „Auch die Quittierung des Sendungserhalts auf dem Scanner entfällt damit.“

„An Wunschablageort umleiten“

Kunden könnten ihr Paket direkt aus der Paketankündigung des Händlers, über die Hermes-App oder die Sendungsverfolgung an einen Wunsch-Ablageort umleiten. Und wer seine Pakete dauerhaft an einem Wunsch-Ablageort zugestellt bekommen möchte, könne dies unter www.myhermes.de/service/dauerhafter-wunschablageort/ beauftragen. „Um Kunden bereits bei ihrer Online-Bestellung verstärkt auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen, sind wir bereits im engen Austausch mit den Versendern“, betonte ein Pressesprecher von Hermes.

Corona-Folgen: Manche Paketboten arbeiten grundsätzlich mit Handschuhen.
Corona-Folgen: Manche Paketboten arbeiten grundsätzlich mit Handschuhen.
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