Ludwigshafen Ludwigshafen: 21-Jähriger gesteht Beteiligung an Tankstellenüberfällen
Wegen des Vorwurfs des schweren Raubs und einer Serie von insgesamt neun Überfällen auf Tankstellen in Ludwigshafen und der Vorderpfalz muss sich seit der vergangenen Woche ein 21-Jähriger aus Mutterstadt vor dem Landgericht Frankenthal verantworten. Bei der Verhandlung am Dienstag hat der Angeklagte gestanden, in fünf Fällen den Fluchtwagen gefahren zu haben. Über die anderen Fälle konnte er wenig sagen. „Mir war nicht bewusst, was ich da mache, es war eine große Dummheit“, antwortet der junge Mann auf eine entsprechende Frage des Vorsitzenden Richters.
Sieben Jahre Haft für Mitangeklagten
Ursprünglich mussten sich zwei 21-jährige Mutterstadter wegen der Überfallserie vor Gericht verantworten. Der Mitangeklagte ist mittlerweile vom Landgericht zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Er soll derjenige gewesen sein, der maskiert die Tankstellen überfallen hat.
Gutachter bescheinigt Drogensucht
In einem medizinischen Gutachten hat ein Sachverständiger eine Drogenabhängigkeit des verbliebenen Angeklagten festgestellt. Dieser hat offenbar Alkohol, Marihuana, Amphetamin und Kokain konsumiert. Der Gutachter sprach sich für eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt aus. Deshalb hofft die Verteidigung, eine langjährige Haftstrafe abwenden zu können. Den ansonsten in Frage kommenden Strafrahmen hat die Kammer am Dienstag genannt: sieben bis neun Jahre Haft. Das Verfahren wird fortgesetzt.