Ludwigshafen Ludwigshafen: 120 Patienten kommen am ersten Tag zur Infektionsambulanz am Klinikum

So sah es gegen 12 Uhr an der Ambulanz aus.
So sah es gegen 12 Uhr an der Ambulanz aus.

In der neu eröffneten Infektionsambulanz am Klinikum Ludwigshafen sind bis zum Nachmittag 120 Patienten gezählt worden. Wie Klinikum-Geschäftsführer Hans-Friedrich Günther mitteilt, wurde bei einem Drittel ein Abstrich vorgenommen, um sie auf eine Covid-Erkrankung zu testen. Zwei Drittel der Patienten seien nach der Untersuchung ohne Test nach Hause geschickt worden., denn diese seien nicht in Corona-Risikogebieten gewesen und hätten nicht die typischen Krankheitssymptome gezeigt. „Wir müssen auch mit den Abstrichen sorgfältig und sparsam umgehen“, betonte Günther. Zum Auftakt am Montag waren in der Ambulanz drei Klinikumsärzte im Einsatz. Bei dieser Personalstärke soll es auch erst einmal bleiben. Ab Mittwoch werden nach einer Schulung auch Mediziner der Ärztevereinigung Golu hier eingesetzt. Laut Günther werden mit der Feuerwehr vor der Ambulanz noch Zelte aufgestellt, „damit niemand im Regen steht“. Die Ambulanz ist ab sofort täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Zu finden ist sie im Gebäude direkt gegenüber vom Klinikum-Haupteingang in der Bremserstraße.

Appell an Bürger

Zwei Corona-Patienten werden aktuell im Klinikum versorgt. Das Krankenhaus sei auf das, „was da kommt“, vorbereitet, betont Günther: „Unsere Pläne sind über Wochen erarbeitet worden.“ Intern werde Personal zum Teil umverteilt, Behandlungen, die nicht dringend seien, würden verschoben. „Wo Patienten aber Schaden droht, behandeln wir auch weiterhin“, so Günther. Die meisten Betroffenen würden verständnisvoll auf Verschiebungen reagieren. Eindringlich richtet Günther noch einen Appell an die Bürger: „So eine Situation hat Deutschland noch nicht erlebt. Jetzt muss sich jeder pandemiegerecht verhalten. Das heißt vor allem, Abstand halten und Menschenansammlungen meiden.“ Im Klinikum werde konzentriert gearbeitet: „Mich beruhigt es sehr, wie meine Leute hier agieren“, lobt er.

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