Ludwigshafen LSC und BSC Oppau gerettet

LUDWIGSHAFEN. Eigentlich war für Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC der Abstieg nach acht Jahren in Folge in dieser Liga besiegelt. Das Team holte nur 21 Punkte und wurde Vorletzter. Alle hatten sich mit dem Gang in die Landesliga Ost abgefunden. Doch es kam anders, der LSC bleibt Verbandsligist.
Drei Punkte waren erforderlich, damit die Geschichte diese Wendung nehmen konnte. Zum einen gab es keinen sportlichen Absteiger aus der Oberliga, nachdem der FK Pirmasens II und der FC Arminia Ludwigshafen den Kopf noch aus der Schlinge zogen. Zudem verzichtete der in der Winterpause aus der Oberliga abgemeldete SVN Zweibrücken auf sein Startrecht in der Verbandsliga. Am Wochenende erklärten die Verantwortlichen den Rückzug und den Neuaufbau in der C-Klasse. Schließlich setzte sich Verbandsliga-Vizemeister SV Morlautern in den Aufstiegsspielen zur Oberliga gegen SV Mettlach und TuS Koblenz II durch. Da keiner „von oben“ in die Liga kommt und Morlautern aufsteigt, profitieren der FSV Offenbach und der LSC davon. Beide retten sich. Das hat auch Auswirkungen auf die Landesliga. Da der LSC nicht absteigt, hat der Landesliga-13. BSC Oppau den Klassenverbleib geschafft. Dabei sind die Oppauer durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Die erste Möglichkeit, in der Liga zu bleiben, war mit dem Scheitern von Vizemeister Wormatia Worms II in den Aufstiegsspielen vertan. Doch die Entwicklung in Zweibrücken hilft auch dem BSC. „Das ist eine tolle Sache. Ich habe noch Hoffnung gehabt, in der Liga zu bleiben, aber die Chancen waren gering“, sagt LSC-Trainer Toni De Simone. Er räumt ein, dass der Verein viel Glück gehabt hat und der Klassenverbleib schmeichelhaft ist. Im vergangenen Jahr sei es Mombach mit einem unerwarteten Ligaverbleib ähnlich ergangen. „Vielleicht sollten wir Morlautern einen Kasten Bier spendieren“, überlegt der Coach. Auch Spielleiter Karl-Heinz Daubmann atmet auf. „Wir sind alle richtig erleichtert“, sagt der LSC-Funktionär. Handlungsbedarf sieht der Klub keinen. „Den neuen Kader haben wir für beide Ligen konzipiert. Ihn müssen wir nur punktuell ergänzen“, erklärt Daubmann. Auch der künftige LSC-Coach Michael Drese freut sich. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht, den er bleibt mit seinem alten (BSC) und neuen Klub (LSC) in der Liga. „Ich bin froh. Da sind viele glückliche Momente zusammengekommen“, gibt Drese zu. BSC-Spielleiter Horst Mempel strahlt ebenfalls: „Es ist schlimm, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. So ist es ein schöner Abschluss.“ (thl)