Ludwigshafen
Live-Bands sorgen für vollen Platz: Großer Besucherzuspruch beim Hemshoffest
Zur Eröffnung des ersten Stadtteilfestes des Jahres hob Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) die Vielfalt im Hemshof, aber auch die Bereitschaft der Vereine hervor, das Fest durch ihre Bewirtung zu einem Ort der Begegnung zu machen. Und das ging voll auf: Frühsommerliche Temperaturen lockten von Freitag bis Sonntag zahlreiche Besucher an die Stände auf dem Goerdelerplatz.
Die Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Nördlichen Stadtteile und die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom), hatten am Freitagabend mit der Partyband „Poor Boys“ auf gute Stimmung gesetzt, was ihnen einen sehr gut gefüllten Platz bescherte. Bereits am Donnerstagnachmittag hatten die Schausteller ihr Unterhaltungsangebot eröffnet, wie Andreas Göbel als Mitkoordinator der Schausteller berichtete. Das habe sich gelohnt, denn etliche Besucher hätten bereits am Feiertag den Weg zum Festplatz gefunden.
Ab Freitag waren vier Vereine mit von der Partie. Der SPD-Ortsverein Nord-West mit Julia May erhielt Unterstützung beim Ausschank von Mitgliedern der Naturfreunde. „Viele Veranstaltungen gehen verloren, weil es schwierig ist, Helfer zu finden“, bedauerte die SPD-Stadtratsvorsitzende. Beim Motorradclub Trikolore waren Helfer dagegen kein Thema. „Die Mitglieder selbst waren es, die vor etwa zehn Jahren den Beitritt zur Arge forcierten, um mit den Einnahmen beim Hemshoffest ihr vereinseigenes Sommerfest zu finanzieren“, berichtete Rudolf Meyer. Aus alter Verbundenheit zum Wirt des Vereinsheims des VfR Friesenheim hilft auch Silke Gräf seit vielen Jahren am Ausschank.
Ergebnis von Zusammenarbeit und Begegnung
Bei der offiziellen Festeröffnung dankte Ortsvorsteher Osman Gürsoy (SPD) den Vereinen für ihre Unterstützung. Das unterhaltsame Bühnenprogramm sei Ergebnis von Zusammenarbeit und Begegnung im Viertel, befand OB Blettner. Souverän schlug er das Freibierfass an, das Frank Mayer von Mayers Brauwerk vorbereitet hatte. Arge-Vorsitzender Andreas Bauer überließ die Laudatio „der Politik“, wie er sagte. „Ich kümmere mich in Zusammenarbeit mit der Lukom lieber um das Logistische.“
Schausteller Andreas Göbel hatte seinen neuesten Autoscooter aufgebaut. Blettner ließ es sich nicht nehmen, ein paar Runden zu drehen. Stefan Tielkes, Abteilungsleiter Eventmanagement bei der Lukom, leistete ihm als Beifahrer Gesellschaft.
In wechselnder Besetzung traten Schüler der Realschule plus am Ebertpark als „Band International“ mit Beiträgen aus verschiedenen Musikgenres auf. Lehrer Eckhard Koch unterstütze die Jugendlichen an verschiedenen Instrumenten. Beim Konzert der Showband „Remembers“ im Anschluss war der komplett Platz voll. „Die Bands erweisen sich regelrecht als Besuchermagnet“, freute sich Arge-Vorsitzender Bauer.
Gottesdienst fällt aus
Schon zu den Anfängen des Hemshoffestes, damals noch in der Prinzregentenstraße, war die Ringerabteilung des ASV Ludwigshafen mit einem Stand vertreten. Vorsitzender Gerd Mohra informierte, die Einnahmen seien für die Jugend bestimmt. Für Ringer gebe es in der Stadt nur noch einen weiteren Verein, den KSC Friesenheim. Man wolle für sozial benachteiligte Jugendliche da sein und diese auffangen. „Jedes Training besuchen etwa 40 Leute. Leider sind es fast immer die gleichen Helfer“, bedauerte er.
Stefan Tielkes von der Lukom bescheinigte Andreas Göbel, für attraktive Geschäfte gesorgt zu haben. „Davon lebt so ein Fest – und davon, dass Vereine mit Ständen und Bühnenprogramm mitziehen“, betonte Tielkes. Der geplante Gottesdienst am Sonntagmorgen musste allerdings mangels Besuchern ausfallen. „Alles in allem war der Sonntag etwas unterdurchschnittlich besucht“, informierte Bauer. „Dafür war der Platz an den anderen Tagen sehr gut gefüllt.“