Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: FSV Schifferstadt trifft auf Phönix Schifferstadt

Punkte benötigt: der FSV Schifferstadt (blau) mit Lucas Fiederer gegen Denis Häcker und Eduard Hartmann vom ASV Fußgönheim.
Punkte benötigt: der FSV Schifferstadt (blau) mit Lucas Fiederer gegen Denis Häcker und Eduard Hartmann vom ASV Fußgönheim.

Die Partie der Fußball-Landesliga zwischen dem FSV und Phönix Schifferstadt (Sonntag, 15 Uhr) ist nicht nur ein stets prickelndes Derby, sondern auch ein Kellerduell.

.Denn beide Teams stecken tief im Abstiegskampf. Da wiegt ein Sieg doppelt schwer. Der FSV hat nach der 0:5-Pleite gegen Billigheim-Ingenheim im ersten Spiel des Jahres seine Herangehensweise verändert. „Wir stehen jetzt kompakter, wollen mit einer defensiven Ausrichtung mehr Stabilität und Sicherheit erhalten, aber auch immer wieder Nadelstiche setzen“, beschreibt Trainer Jan Drese die veränderte Struktur. Das Ergebnis: Vier Punkte aus vier Partien bei einem Torverhältnis von 3:3. „Bei der 0:1-Niederlage in Mainz waren wir nahe am Punktgewinn und Büchelberg hat wenige Mittel gefunden, die Partie war bis zum Ende offen“, erklärt der Coach. Spektakel, torreiche Spiele sind derzeit eher weniger zu erwarten, der FSV agiert nachvollziehbar ergebnisorientiert.

Ein Grund für die schwierige Saison ist sicher auch die geringe Torausbeute. Mehr als vier Saisontore haben nur der seit Jahren zuverlässig abliefernde Sven Hoffmann (9) und der seit Monaten verletzte Pascal Cholewa (5) erzielt. Deswegen kam Daniel Stark zuletzt dreimal als Joker zum Einsatz. Der 39-jährige Stürmer, früher Stammkraft beim FSV mit Legendenstatus, hatte sich schon in die Reserve zurückgezogen, für die er in neun Partien fünf Treffer in der A-Klasse erzielte. „Daniel kann Bälle halten, zum Mitspieler verlängern und bindet Gegenspieler“, erklärt Drese. Stark ist der Mann für die Zeit ab der 60. Minute, wenn die Räume größer werden und seine Abgebrühtheit gefragt ist.

Busch auffällig

Und noch einer hat in den vergangenen Wochen von sich reden gemacht: Torwart Tobias Busch, der zweimal den mit einer Muskelverletzung pausierenden Stammkeeper Samet Sevimli vertrat und starke Leistungen brachte. „Tobias ist ehrgeizig, bereitet sich akribisch auf die Partien vor und verkörpert die Werte, die bei uns gefragt sind“, verdeutlicht Drese. Gemeint sind unter anderem Teamgeist, Einsatz oder Zuverlässigkeit. Er sei einer, der sich auf jede Begegnung riesig freue und ihr entgegenfiebere. Zudem haben die Innenverteidiger Dominik Steinel und Alexander Hödl zu alter Stärke zurückgefunden. „Der April ist wichtig für uns“, sagt der Trainer mit Blick auf die Partien gegen Phönix, Ingelheim und Pfeddersheim.

Phönix ist mit drei Siegen hintereinander fulminant in die Rückserie gestartet. Dann folgten zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams Büchelberg (1:2) und Speyer (0:2), in denen sich die Schifferstadter dennoch gut verkauft haben. „Das waren starke Gegner, Büchelberg hat die beste Abwehr, Speyer die stärkste Offensive in der Liga. Trotzdem haben wir uns gut geschlagen, sind aber durch Gegentore nach Fehlerketten auf die Verliererstraße geraten“, blickt Coach René Schwall zurück. Allerdings habe Speyer den Sieg ein Stück weit mehr gewollte als Phönix, das wegen Achillessehnenproblemen auf den spielende Co-Trainer Cedrik Rodach verzichten musste.

Nuro debütiert

In diesen beiden Partien lief Kingsley Nuro erstmals für die Schifferstadter auf. „Unser Kader ist dünn, und er ist ein schneller Flügelstürmer mit ordentlichem Niveau, aber noch einigen taktischen Defiziten“, beschreibt Schwall den US-Amerikaner, der aber erst noch komplett ankommen müsse. Jede Alternative ist derzeit willkommen, denn Marc-Lucas Lechner, der nach einem Muskelfaserriss ins Aufbautraining eingestiegen ist, Milos Pitulic, der nach der gleichen Blessur Trainingsrückstand hat, und Spielmacher Luca Stanisic (Aufbau nach schwerer Schulterverletzung) haben zuletzt lange gefehlt. Ob einer der drei im Derby aufläuft, ist noch völlig offen.

„Wir werden uns beim FSV nicht verstecken, haben das Hinspiel verloren und somit etwas gutzumachen“, fordert Schwall. Damals siegten die „13er“ dank eines Treffers von Georg Ester 1:0. Mit einem Sieg will Phönix den Grundstein legen, um in der Landesliga zu bleiben. Deshalb soll die Ausrichtung auch offensiv sein, „all in“ wie es Schwall nennt. „Direkt nach der Winterpause haben wir gegen drei gute Mannschaften, die in der Tabelle über uns stehen, gewonnen und dabei neun Tore erzielt. An diese Phase müssen wir anknüpfen“, betont der Übungsleiter.

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