Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: ASV Fußgönheim erwartet SV Phönix Schifferstadt

Schwere Aufgabe für ASV Fußgönheim: Paul Hermes (links) und Leotrin Kqiku (rechts) sind wieder gefordert.
Schwere Aufgabe für ASV Fußgönheim: Paul Hermes (links) und Leotrin Kqiku (rechts) sind wieder gefordert.

Der in die Fußball-Landesliga Ost abgestiegene ASV Fußgönheim erwartet am Sonntag (15 Uhr) im Nachbarschaftsduell Phönix Schifferstadt. Die Ausgangspositionen der Kontrahenten könnten unterschiedlicher kaum sein.

Der ASV Fußgönheim, der im Sommer nach zehn Jahren die Verbandsliga verlassen musste, droht durchgereicht zu werden. Das größte Problem: Die löchrige Abwehr. In zehn Partien steckte der Tabellenvorletzte 38 Gegentore ein. „Ständig wechselnde Abwehrformationen machen uns zu schaffen“, erklärt Trainer Benjamin Bischoff. Ex-Profi Patrick Haag, als Stabilisator spät verpflichtet, plagt sich mit einer Zerrung, Milos Pitulic fällt mit einer Sprunggelenkverletzung bis Dezember aus und Özgür Kezer liegt mit einer Schambeinentzündung auf Eis. Ob der mit Rückenproblemen kämpfende Antony Del Rio Pfeffer noch einmal spielt, ist offen. „Ich hoffe, dass der sich gut entwickelnde Adam Kolonko am Sonntag auflaufen kann“, sagt Bischoff.

Hinzu kommt eine frappierende Unbeständigkeit. „Wir haben in jeder Partie gute Phasen, brechen aber nach einem Gegentor zu rasch ein. Außerdem sind wir extrem fehleranfällig“, hat der Coach erkannt. Die Bereitschaft, Widrigkeiten zu trotzen, sei nicht durchgängig erkennbar. Das sei auch eine Frage der Mentalität. „Wir brauchen noch Zeit“, sagt Bischoff, der selbst wieder spielen will. Zeit, die der ASV nicht hat. Bei den Heimsiegen gegen Grünstadt und Knittelsheim habe das Team gezeigt, dass es die Liga spielen könne. Doch zwei Siege in zehn Begegnungen sind viel zu wenig. Der ASV will den Absturz in die Bezirksliga vermeiden, damit die neuen Strukturen im Umfeld auch etwas bewirken können.

Phönix klettert auf Rang sieben

Kontrastprogramm bei Phönix Schifferstadt: Nach einem Fehlstart verlor das Team zuletzt nur eine von sieben Partien und verbesserte sich auf Rang sieben – Tendenz steigend. „Am Sonntag haben wir gegen starke Billigheim-Ingenheimer wenig zugelassen, hätten aber das Spiel viel früher entscheiden müssen“, sagt Trainer Pietro Berrafato. Seine Mannschaft habe sich gegenüber dem Saisonstart signifikant verbessert und stabilisiert. Mit den Erfolgen seien Siegermentalität und Euphorie erkennbar gewesen. „Zuletzt haben wir dreimal in Folge mit derselben Startformation gespielt. Die Ersatzleute sind nahe dran und wissen, dass sie Gas geben müssen, um zu spielen“, spricht der Coach den größer gewordenen Konkurrenzkampf an. Ein Mosaiksteinchen.

Doch jetzt droht Ungemach, denn Leistungsträger Tim Nagel (22), bisher in jedem Spiel in der Anfangself, sah am Sonntag für einen Schubser die Rote Karte. „Tim gewinnt auf der Sechs die entscheidenden Duelle, verengt Räume und schließt Lücken. Er ist mein Casemiro“, adelt ihn Berrafato und vergleicht ihn von der Spielweise und der Bedeutung für das Team mit dem brasilianischen Nationalspieler. Nagel, eigentlich gelernter Innenverteidiger, fühle sich auf der Sechs pudelwohl und wolle diese Rolle nicht mehr abgeben. In Fußgönheim aber muss der Trainer handeln: Emil Gerth, ehemaliger Fußgönheimer, und zuletzt in der Abwehr benötigt, könnte wieder ins defensive Mittelfeld vorrücken, wo auch Marvin Folz eine Option ist.

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