Ludwigshafen Lachen und Plauschen
«FUßGÖNHEIM.» Zum traditionellen Frühlingsfest bei Kaffee und Kuchen unter dem Motto „Pälzer Gebabbels“ hatte der Kreisverband Vorderpfalz der Landfrauen am Samstagnachmittag eingeladen. Ausrichter war diesmal der Fußgönheimer Ortsverein, der dazu den Saal des Bürgerhauses sehr ansprechend frühlingshaft geschmückt hatte. Und der Saal war proppenvoll.
Wie Rose Reber, Vorsitzende des in 38 Ortsvereine aufgeteilten, rund 4000 Mitglieder starken Kreisverbands, erläuterte, soll der Nachmittag dem Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und Plauschen dienen. Und dem Lachen. Dazu hatten die Landfrauen Peter Ruffer, Vorsitzender und Intendant des Work with People-Theaters aus Haßloch, mit seiner Cabaret-Partnerin Karin Rittinger geholt. Gemeinsam treten sie als „Ehepaar Dorle un Guschd Dollboorer“ auf und zielen bei ihren Sketchen auf die Lachmuskeln. Da erklärt der Guschd den Zuschauern, dass er seiner Dorle zum 27. Hochzeitstag einen Gutschein für einen Tanzkurs schenken will. Als Dorle reinkommt, druckst er herum und weiß nicht, wie er ihr das sagen soll. Das Wort „Tanzkurs“ kommt nicht über seine Lippen. So rätselt sie herum, was es wohl sein könnte, und hegt den Verdacht, er wolle mit ihr in einen Swingerclub gehen. Sie stellt jede Menge Fragen. Etwa ob da andere zuschauen würden, ob das in einem Raum oder mehreren stattfindet, was man da anzieht und ob Partnerwechsel stattfinden. Guschd beantwortet alles in Bezug auf den Tanzkurs und Dorle wird ganz konfus. Besonders, als er vorschlägt, sie sollten immer vorher zu Hause schon üben, wobei sie sein Durchhaltevermögen in Frage stellt. Letztlich wird es ihr zu bunt und sie schlägt vor, lieber einen Tanzkurs zu besuchen. Dieses Missverständnis reicht ihm, er schmeißt ihr den Gutschein vor die Füße und verschwindet in die Kneipe. Das Duo brachte alles mit so gekonnter Mimik und Gestik rüber, dass sich das Publikum teilweise unter Lachtränen krümmte. Danach war Kaffeepause angesagt. Die fleißigen Landfrauen des Ortsvereins hatten viele leckere Kuchen und Torten gebacken. An den Tischen wurden Back- und Kochrezepte ausgetauscht. An jedem Tisch wurde über andere Themen gefachsimpelt. Etwa über die Verwendung von Kartoffelsorten oder wie man Schnittlauch am längsten frisch hält. Rose Reber gab dann die Bühne frei für die „Dollboorer“, die einen weiteren erfolgreichen Sketch über Missverständnisse „zwischen Frauensprache und Männer verstehen“ zum Besten gaben. Dabei schlüpfte Ruffer in die Rolle von Guschds Schwester. Auch hierbei litt das Publikum zeitweise unter Lachkrämpfen und eine Dame meinte „zu schade, dass man sich das nicht alles so merken kann“ Gefallen hatte der Nachmittag ganz offensichtlich allen Gästen.