Ludwigshafen Kurioser Treffer kurz vor Spielende

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«MEHLINGEN.» Greifbar nahe schien für Arminia Ludwigshafen das Unentschieden im Südwest-Derby zu sein. Wenige Minuten vor Spielende stand es noch 1:1 in der Fußball-Oberliga-Partie gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern. Doch die Hoffnungen der Gäste fanden ein jähes Ende. In der Nachspielzeit kassierten sie noch einen merkwürdigen Gegentreffer durch einen Schuss, der eigentlich eine Flanke sein sollte. Sie verloren daher 1:2.

Natürlich ging der Trainer der Arminen, Heiko Magin, in seiner Spielanalyse darauf ein. „Wir hätten ihn angreifen und nicht in den Strafraum lassen dürfen“, bemerkte er zu dieser spielentscheidenden Situation, als der Kaiserslauterer Antonio Jonjic zu seinem Solo ansetzte und dann von der linken Strafraumseite aus in die entferntere obere Torecke traf. In diesem Moment schien die Zeit stillzustehen. Alle, Spieler und Zuschauer, starrten gebannt auf den Ball und waren überrascht, als der dann tatsächlich im Tor landete. Bei den Kaiserslauterern löste der Treffer überschwänglichen Jubel aus, bei den Gästen Betrübnis. „Wir hätten hier gerne einen Punkt mitgenommen und ihn auch verdient gehabt“, sagte der Ludwigshafener Coach, der sein Team aus einer kompakten Defensive heraus agieren ließ und durch Konter zum Erfolg kommen wollte. Die Anhänger der Arminia – sie stellten wohl die Hälfte der knapp 140 Zuschauer – sahen ihre Mannschaft selbstbewusst zur Sache gehen. Sie machte es dem Heimteam schwer, das nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge unter starkem Druck stand und dringend einen Sieg benötigte. Im Vorfeld der Partie hatte der Kaiserslauterer Trainer Hans Werner Moser der Arminia Respekt gezollt und davon gesprochen, dass seine Elf auf eine „eingespielte Mannschaft“ treffen werde. Womit er Recht behalten sollte. Man weiß nicht, wie sich die Partie entwickelt hätte, wenn die Heimmannschaft ihre erste große Torchance in der vierten Minute genutzt hätte. Der Stoßstürmer Hüseyin Cakmak tauchte da frei vor Kevin Urban auf, vermochte den Torwart der Arminia aber nicht zu überwinden. Zu diesem Duell kam es nochmals (35.), als Cakmak nach einem langen Ball durchstartete, aber Urban wieder hielt. Das Glück des Tüchtigen hatte der Keeper in der 24. Minute, bei Iosif Maroudis Fernschuss, der an die Latte klatschte. Urban hatte da nicht reagiert. Aber die Ludwigshafener hatten in der ersten Hälfte auch Möglichkeiten. Marco Sorgs Schuss strich aber übers Tor (7.). Sechs Minuten später bot sich Sorg die nächste Chance. Diesmal stand er am zweiten Pfosten, köpfte den Ball aber am Kaiserslauterer Kasten vorbei. Der Taktgeber im Spiel der Arminia war der Kapitän und Regisseur Nico Pantano, der überall zu finden war und durch seine elegante Ballbehandlung bestach. Fast hätten er und eine Teamkollegen die erste Halbzeit ohne Gegentreffer überstanden. Doch dann fiel doch 0:1 (40.). Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel gelang Pantano & Co. der Ausgleich. Sebastian Lindner verwandelte einen Handelfmeter zum 1:1. Danach kämpften die Arminen mit großem Einsatz um den Punkt, standen dann aber nach Jonjics spätem Treffer mit leeren Händen da. Trotz der schmerzhaften Niederlage richtete Magin den Blick nach vorne. „Wir sind voll im Soll“, sagte der Coach, dessen Team auch nach dem 1:2 in der Tabelle vor der U21 des 1. FC Kaiserslautern rangiert.

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