Ludwigshafen Kulturnotizen: „Blödsinnkönig“ Valentin im Pfalzbau

Mit seiner szenischen Lesung „Wer leiht jungem Sänger altes Lied zum Singen?“ gibt der Schauspieler Rainer Kühn am Sonntag, 11. November, um 11 Uhr im Gläsernen Foyer des Ludwigshafener Pfalzbaus Kostproben aus dem Werk des Komikers Karl Valentin. Der dürre „Blödsinnkönig“ mit spitzer Nase ist der Inbegriff des Münchner Originals. „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ lautet eins der gern zitierten Bonmots des irrwitzigen Wortverdrehers. Der Wiesbadener Schauspieler Rainer Kühn gibt Valentin wieder eine Stimme, lässt seinen anarchischen Humor hochleben und wirft einen Blick auf den anderen, den verzweifelnden Valentin. Karten unter Telefon 0621/504-2558 oder E-Mail pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de. In der Mannheimer Christuskirche erklingt das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms am Sonntag, 11. November, um 17 Uhr. Die Solopartien werden von Milena Georgieva, Sopran, und Matthias Horn, Bass, gesungen. Der Bachchor und die Sinfonietta Mannheim stehen unter der Leitung von Johannes Michel. Die bulgarische Sopranistin Milena Georgieva begann ihre Karriere nach Studienaufenthalten in Wien und Paris in ihrer Heimatstadt Sofia, lebt heute in Mannheim und ist noch Botschafterin ihres Landes. Mannheim galt immer als „rot“ und hat auch heute noch eine lebendigere Arbeiterbewegung als vergleichbare Städte. Dem „Kommunismus im Quadrat. K2“ widmet sich ein Vortrag im Rahmen der Ausstellung Red Utopia im Raum für Fotografie Zephyr (C4,9) am Mittwoch, 14. November, 20 Uhr. Anhand der Eckdaten – 1848, 1918, 1968 – und bekannter Personen beleuchtet Torsten Bewernitz die Geschichte von Kommunismen über die Parteienlandschaft hinaus an exemplarischen Beispielen. Was ist geschmacklos, hässlich oder schön? Was ist Kitsch? Was sind „No-Gos“? Das fragen die Künstler Gin Bahc und Andreas Lech in den Arbeiten, die Monica Ruppert in der Mannheimer Galerie Kunstprojekte unter dem Titel „Saft zur Butter“ ausstellt. Die Vernissage ist am morgigen Freitag, 9. November, 19 Uhr, Lange Rötterstraße 68. Darin setzen sich die Künstler mit der Bilderflut und der Medialisierung der Lebenswelt auseinander und hinterfragen die Kontrollmacht der Bildkulturen. Weitere Öffnungstage: 14., 16., 21., 23., 28. und 30. November sowie 5. Dezember, 17 bis 19 Uhr.