Ludwigshafen Konurs steiler Aufstieg beim Ludwigshafener SC

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MUTTERSTADT. Nach dem schwachen Auftritt in Neustadt, der eine ernüchternde 0:2-Niederlage nach sich gezogen hat, kann Fußball-Verbandsligist TDSV Mutterstadt am Sonntag, 14.30 Uhr, im Heimspiel gegen die SG Rieschweiler Wiedergutmachung betreiben.

„Mir gefällt es sehr gut beim TDSV“, sagt Yusuf Demirhan. Ein Spruch, den man ihm abnimmt, obwohl jeder Verständnis haben würde, wenn er sauer wäre. Denn obwohl der Informatiker zu den Lieblingsschülern von Teamchef Ediz Sari zählt, kommt er über den Status des Ergänzungsspielers nicht hinaus. In der vergangenen Saison lief es für den 27 Jahre alten Offensivallrounder noch ganz gut. In 23 Spielen erzielte Demirhan vier, zum Teil sehr wichtige Tore. Allerdings stand er nur zweimal über 90 Minuten auf dem Feld. In dieser Runde sind es acht Einsätze, die meisten als Einwechselspieler. Wo andere sich beklagen, bleibt Demirhan ruhig. „Meine Mitspieler sind im Moment stärker als ich. Ich muss mich verbessern“, sagt er selbstkritisch. „Yusuf ist einer, der den Ball halten kann und der keine große Anlaufzeit braucht, wenn er ins Spiel kommt. Aber er hat nicht die Form, die er in Neuhofen hatte“, sagt Sari. Demirhan, der beim Post SV und ESV Ludwigshafen mit dem Fußballspielen begann, kam über Arminia Ludwigshafen und Lambsheim zum VfL Neuhofen. Dort war er unter Sari Stammkraft und stand in 25 seiner 28 Partien von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Feld. Über den Wert von Furkan Konur gibt es beim Ludwigshafener SC keine zwei Meinungen. „Er war in den zurückliegenden Partien immer einer unserer Besten und hat teilweise überragend gespielt“, spricht Trainer Toni De Simone aus, was alle Verantwortlichen denken. Der Türke, der aus Kayseri stammt und in der Winterpause der vergangenen Saison vom SV Sandhausen II kam, hat sich in wenigen Monaten einen hohen Stellenwert erarbeitet. „Ich fühle mich wohl hier und bin glücklich. Wir haben eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft“, ist Konur überzeugt. Er selbst kann sich mit 21 Jahren auch noch steigern. „Furkan erobert viele Bälle, ist lauf- und spielstark“, sagt der Coach. Der Fachabiturient, der beim SV Waldhof ausgebildet wurde, kann im Mittelfeld sowohl defensiv wie offensiv agieren. Konur ist technisch stark und hat ein Blick für den Mitspieler. So bereitete er am Sonntag Mitovs zweiten Treffer mustergültig vor. „Wenn er sich in manchen Situationen noch etwas schneller vom Ball trennt, wird er noch wertvoller für uns“, glaubt De Simone. Am Sonntag, 14.30 Uhr, werden beim starken Aufsteiger VfR Kandel Konurs Qualitäten nötig sein, um etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen. Fast so etwas wie ein gefühlter Zugang ist Ronald Kesselring, der Flügelstürmer des ASV Fußgönheim. Vor zwei Jahren steuerte der flinke Rechtsaußen in 23 Partien zwölf Tore zum Aufstieg in die Verbandsliga bei. In der vergangenen Runde fiel er fast die komplette Vorrunde aus, und in dieser Saison stehen gerade einmal vier Kurzeinsätze zu Buche. „Ich hatte eine schwere Sprunggelenkverletzung und einen Außenbandanriss“, erklärt Kesselring die Fehlzeiten. Wegen der langen Pause reicht es noch nicht für einen Einsatz in der Startelf. „Ich bin längst nicht bei 100 Prozent. Ich versuche aber meine Rückstände so schnell wie möglich aufzuarbeiten“, verspricht der 25 Jahre alte Offensivspieler. Kesselring studiert an der Fachhochschule Ludwigshafen im fünften Semester internationales Management. „Ronald ist engagiert und bringt eine große Bereitschaft mit, aber man merkt, dass ihm die Grundlagen fehlen“, sagt Spielertrainer Christian Schäfer. Der Coach ist aber froh, dass er in Kesselring einen Spieler hat, der nach einer Einwechslung Impulse geben und mit seiner Schnelligkeit eine Abwehr aufreißen kann. Kesselring nimmt auch am Samstag, 14.30 Uhr, in Morlautern die Rolle des Jokers ein. (thl)

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