Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar zum Metropol-Bauprojekt: Riskantes Manöver

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Tetzners Versuch, Vertrauen zurückzugewinnen, ist kläglich gescheitert. Er ist daher mit einem blauen Auge davongekommen.

Eigentlich war das gestern bereits die letzte Chance des 76-Jährigen, die Politiker von seinem Millionen-Vorhaben zu überzeugen. Er hat sie nicht genutzt. Bis auf den neuen Ankermieter, ein zum x-ten Mal umgekrempeltes Konzept und das Versprechen, dass bis Dezember alles besser wird, hatte Tetzner wenig zu bieten – vor allem keine belastbaren Unterlagen. Daher ist es konsequent, dass ihm Grüne, FDP und LKR wie auch der Stadtvorstand das Vertrauen entzogen haben. Dem von Teilen der Opposition mitgetragenen Änderungsantrag von SPD und CDU, Tetzner eine finale Galgenfrist einzuräumen, kann man dennoch etwas abgewinnen. Er ist verbunden mit der vagen Hoffnung, dass der Projektentwickler doch noch die Kurve kriegt. Ihm jetzt das Baurecht zu entziehen, hätte unabsehbare Folgen. Bei einer drohenden Pleite Tetzners, immerhin hat er schon über zehn Millionen Euro in die Baustelle gesteckt, könnte sich ein Insolvenzerfahren hinziehen. Ob sich das Grundstück bei dieser Vorgeschichte verkaufen lässt, eine weitere Option, ist fraglich, selbst wenn es angeblich Interessenten gibt. Zudem würde der ganze Prozess dann wieder von vorne beginnen. Die Mehrheit hat sich daher für das vermeintlich kleinere Übel entschieden – und das Risiko in Kauf genommen, dennoch zu scheitern. Ein riskantes Manöver mit Blick auf die Kommunalwahl im Mai 2019.

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