Ludwigshafen Klassensplitter: Fußgönheim künftig in B-Klasse?

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Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim steckt tief in der Krise. Wenn der Verein diese Spielzeit mit zwei blauen Augen übersteht, kann er froh sein. Die Verantwortlichen gehen jedoch allen Problemen zum Trotz von einem weiteren Jahr in der Verbandsliga aus. Der ASV war nach dem Rückzug von Hauptsponsor Meyer mit einem ungedeckten Etat in die Saison gegangen und konnte seinen finanziellen Verpflichtungen den Spielern gegenüber im Herbst nicht mehr nachkommen. Inzwischen sind laut Vorsitzendem Jürgen Keil die Rückstände bis zum Jahresende beglichen. „Die Spieler werden ihr Geld bekommen“, sagte Keil im März. Nicht alle Kicker glaubten dem Vereinschef. Manche Akteure weigerten sich zu spielen und der Trainingsbetrieb ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Der nächste Tiefschlag war die Partie In Rieschweiler, zu der ASV nicht antrat. Dann folgte die blamable 0:10-Pleite gegen Marienborn. Danach glätteten sich die Wogen etwas. Fußgönheim punktete überraschend in Steinwenden (2:2) und gegen Dudenhofen (1:1). Am Samstag folgte nun die nächste negative Schlagzeile. Fußgönheim trat in Morlautern zum zweiten Mal nicht an. „Ich bin geschockt“, sagt Keil. Trainer Goran Barisic ist „sehr, sehr enttäuscht“. Nur neun Spieler waren zum Treffpunkt gekommen, darunter einige aus dem Reserveteam. Damit ist das Kontingent an Absagen erschöpft. Tritt der ASV ein drittes Mal nicht an, folgt die Rückstufung in die B-Klasse, wo die zweite Garnitur kickt. Ganz davon abgesehen, dass ein Nichtantreten eine saftige Geldstrafe nach sich zieht, zumal die Fußgönheimer Wiederholungstäter sind. Das Heimspiel morgen, 15.30 Uhr, gegen Alzey sei dennoch nicht gefährdet. „Ich bin guter Dinge, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft haben werden“, betont Kapitän Benjamin Bischoff. Er will mit den denjenigen reden, die am Samstag nicht gekommen sind. Bischoff glaubt, dass mancher Mitspieler sich nicht mehr vertrösten lassen will und den Verantwortlichen die Versprechungen nicht abnimmt. „Ein Privatmann hat uns eine Summe avisiert. Die nächste Auszahlung ist für Sonntag angedacht“, erklärt der Vorsitzende. Am Sonntag geht es nach Waldalgesheim. „Für den Fall, dass wir dann wieder nicht genügend sind, werden Akteure aus dem Reserveteam und AH-Spieler bereitstehen“, informiert Keil. Geradezu paradox: Die Aussichten seien gut, einen größeren Sponsor zu bekommen – für die neue Saison. Die Planungen dafür seien fast abgeschlossen.

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