Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Kibek feiert 25 Jahre in Oggersheim: Mehr als Teppiche und Handtücher

Filialleiter Kai Schulzke erkennt in dem Sortiment für Inneneinrichtung ein Erfolgskonzept.
Filialleiter Kai Schulzke erkennt in dem Sortiment für Inneneinrichtung ein Erfolgskonzept.

Seit der Eröffnung des Einrichtungshauses Kibek in Oggersheim hat sich viel getan. Filialleiter Kai Schulzke ist stolz auf den Erfolg und erzählt von neuen Plänen.

In diesen Tagen feiert das Einrichtungshaus Kibek das 25-jährige Bestehen seiner Ludwigshafener Filiale. Kibek gehörte im Jahr 2000 zu den ersten Unternehmen, die sich im damals neuen Gewerbegebiet Westlich B9 niedergelassen haben. Für das Einzelhandelsunternehmen, das bundesweit über 16 Filialen verfügt, versorgt die Oggersheimer Niederlassung den gesamten Südwesten. Viele Kunden kommen nach Angaben des Unternehmens aus der Vorderpfalz und weit darüber hinaus.

Seit der Eröffnung der Filiale ist deren äußeres Erscheinungsbild im Wesentlichen unverändert geblieben. Umso mehr habe sich im Inneren beim Warensortiment getan, macht Niederlassungsleiter Kai Schulzke beim Besuch der RHEINPFALZ deutlich. Angefangen habe man im Jahr 2000 nur mit Teppichen, Teppichböden, Handtüchern, Badematten und Kissen. Ab 2008 sei das Sortiment dann um Geschenkartikel, Bilder, Leuchten, Gardinen, Bettwäsche und Decken erweitert worden, berichtet der gelernte Kaufmann, der aus Bingen am Rhein stammt.

Haus mittlerer Größe

Verkaufsinseln und Warenarrangements empfangen bereits am Eingang die Kunden. „Viele Leute, die zum ersten Mal unseren Laden betreten, sind überrascht davon, was wir alles haben“, sagt der Filialleiter. Dabei gehöre der Oggersheimer Markt mit 7000 Quadratmetern nur zu den Häusern mittlerer Größe. Die größte Kibek-Filiale im schleswig-holsteinischen Elmshorn habe 45.000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf mehreren Etagen, erzählt der 53-Jährige, der seit 2013 die Oggersheimer Niederlassung mit rund 30 Mitarbeitern leitet.

Da Kibek einen Rundumservice mit Lieferung und Verlegung von Bodenbelägen biete, gehörten zum Team neben Fachverkäufern und Kaufleuten auch Lageristen und Verleger. „Wir sind ein Ausbildungsbetrieb und haben immer fünf bis sechs Auszubildende für Verkauf und Lager“, verweist Schulzke mit Stolz auf eine jährlich vergebene Urkunde dafür. Daneben sei man offen für Schülerpraktika. Die Praktikanten könnten dann den ganzen Betrieb kennenlernen, der eine oder andere interessiere sich danach für eine Ausbildung. „Selbst Nachwuchs auszubilden, ist das beste Mittel gegen den Fachkräftemangel“, findet Schulzke.

Ungebrochene Nachfrage

Trotz des Online-Handels sei die Nachfrage in Oggersheim ungebrochen. „Wir haben in Ludwigshafen neben den Filialen in Berlin, Bremen und Hannover mit die höchste Kundenfrequenz“, betont der Geschäftsführer. Mit einem Jahresumsatz von rund sieben Millionen Euro sei man sehr zufrieden. „Es gibt hier keinen Konkurrenten mit dem gleichen Sortiment wie Kibek. Und 80 Prozent der Kunden wollen ihren gekauften Teppichboden gleich mitnehmen“, erläutert Kai Schulzke.

Unter der Kundschaft in Ludwigshafen befänden sich viele Leute mit eher niedrigem Einkommen. In der nächstgelegenen Filiale im badischen Weinheim sei es dagegen etwa einfacher, wertvolle Orientteppiche zu verkaufen. Die umsatzstärkste Phase des Jahres sei die Zeit um den Jahreswechsel, wenn bei vielen Beschäftigten Weihnachtsgeld vorhanden sei und dazu die Zeit zum Einkaufen. „Am Dreikönigstag am 6. Januar ist bei uns immer richtig was los. Da sind die Leute in Kauflaune, da reicht unser Parkplatz kaum aus“, schwärmt der Filialleiter.

Start mit Versandhandel

Mit der Lage im Gewerbegebiet „Westlich B9“ ist er sehr zufrieden. Dass es hier so viele verschiedene Geschäfte gebe, ziehe die Kunden an. Doch die Baustellen auf der B9 seit 2023 mit Sperrungen und langen Staus hätten dem Geschäft geschadet, ärgert sich der Kaufmann. Wie er hinzufügt, laufe neben dem Filialgeschäft auch der Online-Handel bei Kibek sehr gut. „Wir sind einer der größten Versandhändler im Land“, teilt er mit und nennt einen historischen Grund: Das Unternehmen sei 1950 in Berlin als Versandhandel für Teppiche gegründet worden. Nach Angaben des Unternehmens begann die Firmengeschichte, als der Berliner Malermeister Walter Sachau nach dem Krieg den großen Bedarf der Menschen erkannte, sich wieder ein schönes Zuhause einzurichten. Er gründete 1950 einen Versandhandel für Teppiche, mit wachsendem Erfolg. Am Versandhandel hielt man auch nach Gründung der Verkaufsniederlassungen fest.

Doch woher kommt der Name Kibek? „Die erste Idee des Firmengründers war wohl gewesen, Kinderbekleidung zu verkaufen“, sagt Schulzke. Die Abkürzung „Kibek“ habe man dann einfach beibehalten. Noch heute befindet sich das Unternehmen in Familienbesitz. Geleitet wird es von der Enkelin des Gründers, Lisa Sachau. Für die Zukunft gebe es Pläne für ein neues Konzept innerhalb der Filialen, kündigt Schulzke an. Dabei soll es um den musterhaften Aufbau ganzer Wohnbereiche gehen.

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