Ludwigshafen Kein gutes Pflaster für Ludwigshafen
Mannheim. Steffi Bachofer vom TC Radolfzell hat ihren Titel verteidigt. Im Finale des 26. Franco-Troncone-Damen-Tennisturnier beim VfL Kurpfalz Neckarau am Wochenende bezwang die an zwei gesetzte Badenerin die topgesetzte Marina Shamayko, die im Vorjahr noch für den BASF TC Ludwigshafen spielte und in diesem Jahr für den TSC Mainz gemeldet ist, mit 6:2, 4:6, 7:6.
Zumindest Bachofer war für die Neuauflage des Finals aus dem Vorjahr wieder bis ins Endspiel vorgedrungen, bezwang auf diesem Weg im Viertelfinale auch die an fünf gesetzte Madeline Bosnjak vom BASF TC Ludwigshafen mit 6:2, 6:0. Ihre Finalgegnerin aus dem Vorjahr war vorher ausgeschieden. Die ehemalige BASF-Spielerin Dominice Ripoll, Turniersiegerin der Jahre 2012 und 2013 und Unterlegene in den Jahren 2009 und eben 2014, scheiterte schon im Achtelfinale in einem sehr engen Match mit 6:7, 6:3 und 3:6 an Livia Kraus (TSC Mainz). Nicht ganz so gut verlief das Turnier für die Spielerinnen aus Ludwigshafen. Nadine Lang, als Lucky Looser aus der Qualifikation ins Hauptfeld gerutscht, unterlag in Runde eins gegen Bachofer mit 2:6, 3:6, Vereinskollegin Celine Braun, mit einer Wildcard des Veranstalters im Hauptfeld, unterlag in Runde eins gegen Lara Schmidt mit 0:6, 0:6 und auch Qualifikantin Sarah Scherf (Aufgabe gegen Katharina Kukaras, Heidelberg) und Anne Zehetgruber (3:6, 6:0, 3:6 gegen Jana Leder, Grötzingen), beide vom TC Oppau, schieden bereits im ersten Durchgang aus. Nur noch Nathalie Scherdel vom BASF TC gelang der Sprung in Runde zwei, wo sie gegen die Nürnbergerin Lara Schmidt mit 2:6, 1:6 ausschied. Bachofer hatte es hingegen leicht, bezwang auch im Halbfinale gegen Angelika Roesch, die mittlerweile für den DTV Hannover gemeldet ist, leicht mit 6:2 und 6:0 und hatte damit bis zum Finale einen wesentlich geringeren Arbeitsaufwand als Finalgegnerin Shamayko. Sie musste im Halbfinale gegen Julia Thiem (Luitpoldpark München) beim 6:1, 5:7, 6:2 über drei Sätze gehen – und schon zuvor gegen Anna-Benita Fuchs vom TC Lauffen beim 5:7, 6:3, 7:6. Im Tiebreak des dritten Durchgangs wehrte sie zwei Matchbälle ab. Eigentlich ein ungleiches Duell also, aber die Russin wusste sich mit kleinen taktischen Spielchen zu helfen, verschleppte immer wieder das Tempo im Finale und verunsicherte so ihre Gegnerin, die ihre konditionellen Vorteile nicht wie erhofft ausspielen konnte. Außerdem hatte Oberschiedsrichter Thomas Dreher viel Arbeit auf dem Platz zu verrichten. „Ich habe zwischendurch schon überlegt, ob ich auch mal als Schiedsrichter eine Toilettenpause beantragen soll“, lachte der erfahrene Regelwächter. „Es war mit Sicherheit eines der besten Finals in der doch schon recht langen Turniergeschichte“, sagte er. Ein Match, das hin und her ging, wobei beide Spielerinnen vor allem mit dem eigenen Aufschlag ihre Probleme hatten, sich die Breaks regelmäßig abwechselten. Mit 3:0 und 4:2 lag Shamayko im dritten Durchgang bereits in Führung, brachte diesen Vorsprung aber nicht ins Ziel und unterlag gegen Steffi Bachofer mit 7:4 im Tiebreak. Die Siegerin hat nun ein größeres Ziel vor Augen: „Ich will auf jeden Fall nächstes Jahr wiederkommen und den Titel zum dritten Mal in Folge gewinnen.“