Ludwigshafen Kampf auf Biegen und Brechen

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HOCHDORF-ASSENHEIM. Es war eine harte Nuss, die Handball-Drittligist TV Hochdorf zum Rückrunden-Auftakt gegen den TSB Heilbronn-Horkheim zu knacken hatte. Die Mannschaft von Trainer Benny Matschke hat mit Fleiß, Kampf und einer enormen Willenskraft diese Aufgabe gelöst und mit 27:22 (12:10) gewonnen. Damit bleibt Hochdorf im fünften Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Der Sieg musste aber teuer bezahlt werden: Dominik Claus zog sich einen Nasenbeinbruch zu und fällt vermutlich sechs Wochen aus.

Es kam zur erwarteten Abwehrschlacht. Sowohl die Gäste als auch die Hochdorfer hatten der Deckung Priorität eingeräumt. Frühzeitig wurde fast jegliche Gelegenheit zum Wurf unterbunden. Eine Strategie, die dazu führte, dass es nach 26 Minuten erst 9:9 stand. Die Frage war, wer bewahrt die Konzentration über 60 Minuten und bleibt seiner Linie treu? Im Mittelpunkt stand in dieser Phase TVH-Torhüter Sandro Sitter, der nach dem Doppelschlag von Steffen Bühler zum 11:9 drei Würfe abwehrte. Matschke musste neben Christopher Klee noch auf Jan Claussen, Nick Beutler und Dominik Seganfreddo verzichten, während Jonas Kupijaj nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder dabei war. Die Sechs-Null-Abwehr mit dem überragenden Sitter zwischen dem Pfosten war der Schlüssel zum Erfolg. Während der 20 Jahre alte Keeper 16 Bälle parierte, unterband der Innenblock mit Kupijaj und Kapitän Bühler ein Offensiv-Spektakel der Gäste. „Wichtig war auch, dass wir sehr diszipliniert gespielt haben“, sagte Matschke. Hochdorf zog nach der Pause mit zwei verwandelten Siebenmetern von Bühler sowie einem Treffer von Dominik Claus auf 15:10 davon. Bühler bereitete den Heilbronnern große Probleme. So war der Ex-Bundesliga-Spieler oft nur mit einem Foul zu bremsen. Dazu bekamen die Gäste mit zunehmender Spieldauer auch Jugend-Nationalspieler Claus nicht mehr in den Griff. Vier Würfe, vier Tore waren seine Bilanz in der zweiten Hälfte, während auf der anderen Seite Tim Beutler mit spektakulären Würfen überzeugte. Dennoch wurde es in der Schlussphase nochmals eng. Doch Claus zeigte Nervenstärke, als er beim Stande von 22:20 einen Wurf platziert in die untere linke Ecke setzte. Mit einem Wechselfehler schwächte sich Heilbronn selbst und Hochdorf baute seinen Vorsprung erneut auf fünf Tore aus. „Man kann den Sieg nicht hoch genug einschätzen. Die Jungs haben klasse gekämpft“, lobte Matschke seine Akteure. Pech hatte Claus, der nach einem Zweikampf mit einem Nasenbeinbruch vom Feld musste und in die Klinik eingeliefert wurde. Er wird dem TVH lange fehlen.

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