Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Irgendwo in LU: Dieter Uhrig über das Erscheinungsbild der Innenstadt

Dieter Uhrig (rechts) im Gespräch mit Volker Endres.
Dieter Uhrig (rechts) im Gespräch mit Volker Endres.

Irgendwo in Lu sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Montag haben wir auf dem Weihnachtsmarkt Dieter Uhrig getroffen. Der 76-Jährige stammt aus Eberbach und verbindet wenig Positives mit Ludwigshafen. Mit einer Ausnahme, einem Fachgeschäft in Oggersheim.

Wie groß ist Eberbach?
Die Stadt hat rund 14.000 Einwohner.

Was führt Sie nach Ludwigshafen?
Ich habe einen Termin beim Augenarzt.

Gibt es zwischen Eberbach und Ludwigshafen keine Augenärzte mehr?
Doch, die gibt es bestimmt, aber der hier in Ludwigshafen wurde mir empfohlen. Deshalb bin ich jetzt hier.

Wie sieht es in Eberbach mit Einkaufsmöglichkeiten aus? Sind Sie dann eher in Heidelberg?
Gar nicht. In Eberbach gibt es alles, was wir brauchen.

Ich habe mich gerade mit meinem Fotografen über Metzgereien in Ludwigshafen unterhalten. Wie sieht es damit in Eberbach aus?
Wir haben immerhin noch zwei Stück. Es waren aber auch schon einmal sieben. Allerdings kaufen wir Fleisch in der Regel auf dem Markt. Da kennt man teilweise sogar noch das Rind persönlich, von dem das Steak stammt. Frischer und lokaler geht es doch gar nicht.

Was verbinden Sie außer Ihrem Augenarzt mit Ludwigshafen?
Nicht viel Positives. Allein der Weg zu meinem Augenarzt ist ein ziemlich furchtbares Eck.

Kommen Sie auch noch zu anderen Gelegenheiten außer Arztbesuchen nach Ludwigshafen?
Tatsächlich komme ich hin und wieder hierher. In Oggersheim gibt es mittlerweile den einzigen Spezialisten für Modelleisenbahnen. So etwas gibt es weder in Heidelberg noch in Mannheim. Ansonsten besuche ich auch Flohmärkte für Modellbauer.

Seit wann haben Sie eine Modelleisenbahn?
Seit ich sechs Jahre alt bin. Mittlerweile bin ich bei ungefähr 30 Quadratmetern. Teilweise habe ich dort Szenen aus Eberbach nachgebildet, teilweise ist es eine reine Fantasielandschaft. Das ist übrigens meine Weihnachtstradition: Ich baue an Heiligabend ein Gebäude und stelle es dann auf meine Anlage. Dieses Jahr wird das so ein Stand wie hier auf dem Weihnachtsmarkt.

Dann kennen Sie bestimmt auch das Miniatur-Wunderland in Hamburg?
Selbstverständlich! Wer sich für Modelleisenbahnen interessiert, muss einfach dort gewesen sein. Ich war schon ein paar Mal da. Sogar meine Frau, die sich überhaupt nicht für Modellbau interessiert, war schon mit dabei. Aber sie kommt mittlerweile nur noch mit, wenn es etwas Neues zu sehen gibt. So wie aktuell die Formel-1-Rennstrecke in Monaco. Die ist unglaublich faszinierend.

Haben Sie selbst auch schon selbstfahrende Autos auf Ihrer Anlage?
Nein. Das fange ich in meinem Alter jetzt nicht mehr an.

x