Ludwigshafen Individuelle Stärken ausgespielt
Dannstadt-Schauernheim. Hai Sommer Nguyen, Franziska Wettling und Sigrid Ruhnke-Schüßler haben den Tischtennis-Pfalzpokal im Wettbewerb der Bezirksligen und Bezirksklassen gewonnen. Alle drei brachten dabei ihre individuellen Stärken ein. Auf eine Teilnahme bei den deutschen Pokalmeisterschaften verzichteten die Damen der TTF Dannstadt-Schauernheim jedoch. Auch zum Aufstiegsspiel zur Zweiten Pfalzliga trat die Mannschaft nicht an.
„Wir haben uns zwar Chancen auf den Pokal ausgerechnet, aber dass wir im Finale so deutlich gewinnen, hätten wir nicht gedacht“, blickt Sigrid Ruhnke-Schüßler auf den Tag des Triumphs bei der Pfalzpokalendrunde zurück. Mit 4:0 bezwangen die Tischtennis-Damen der TTF Dannstadt-Schauernheim dabei den TTV Albersweiler. „Wir waren an dem Tag einfach richtig gut drauf und haben alles gegeben“, nennt die Mannschaftsführerin einen Grund für den Erfolg. Alle drei Spielerinnen trugen mit ihren individuellen Stärken einen Teil zum Pokalgewinn bei. An vorderster Stelle kämpfte Hai Sommer Nguyen um die Punkte. „Sie ist konstant sehr gut und spielt teilweise extrem offensiv“, beschreibt Ruhnke-Schüßler die Spielweise ihrer Teamkameradin. Bereits in den Jahren 2005 bis 2007 belegte Nguyen – damals noch bei den Schülerinnen – einen beachtlichen sechsten Rang in den Top-Ten des Pfälzischen Tischtennis-Verbands. Auch 2009 konnte sich das Dannstadter Eigengewächs in der Mädchenklasse den zehnten Rang sichern. Getragen von diesen Erfolgen übernahm Hai Sommer Nguyen ein Jahr darauf die Jugendleitung der Tischtennisfreunde und entwickelte eine starke Mädchenmannschaft, die 2012 den zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga eroberte. Seit der darauffolgenden Saison ging das Team schließlich komplett in der Damenmannschaft auf. Den Sprung ins Damenteam schaffte auch Franziska Wettling. „Sie ist eine konstante Abwehrspielerin und sehr nervenstark“, lobt Ruhnke-Schüßler die 21 Jahre alte Chemielaborantin. Im Finale des Pfalzpokals setze Wettling ihre Gegnerinnen zudem immer wieder mit ihrer offensiven Vorhand unter Druck. Die Mannschaftsführerin selbst fühlt sich eher in der Abwehr zu Hause. Ein großes Plus sei dabei ihre jahrelange Erfahrung, sagt Runke-Schüßler, die mit 14 Jahren zum ersten Mal an der Tischtennis-Platte stand: „Was meine Gegnerinnen an Vorteilen in Ausdauer und Schnelligkeit mitbringen, kann ich mit Erfahrung wettmachen“, verdeutlicht sie. Mit dem Gewinn des Pfalzpokals hatte sich das Dannstadter Trio automatisch für die deutschen Pokalmeisterschaften im niedersächsischen Dinklage qualifiziert. Auf eine Teilnahme verzichtete es jedoch. „Zwei unserer Spielerinnen hatten bereits wichtige Verpflichtungen und konnten deshalb nicht antreten. Und mit einer schwächeren Mannschaft wollten wir es gar nicht erst versuchen“, erklärt Ruhnke-Schüßler den Grund des Verzichts. Aus ähnlichen Beweggründen trat das Team, das in der Bezirksliga den zweiten Rang belegte, auch nicht zum Aufstiegsspiel in die Zweite Pfalzliga an. „Wir wollen nicht aufsteigen, weil sich drei unserer Spielerinnen in Ausbildung und Studium befinden und deshalb nicht so oft Zeit haben“, sagt die Kapitänin.