Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel In Ludwigshafen fehlen 7600 Wohnungen

Wenn Bauen so kinderleicht wäre: Das Bauen von neuen Wohnungen ist in Ludwigshafen vor allem teuer und kompliziert. Dabei sind n
Wenn Bauen so kinderleicht wäre: Das Bauen von neuen Wohnungen ist in Ludwigshafen vor allem teuer und kompliziert. Dabei sind neue Wohnungen gerade auch für die Wirtschaft in Ludwigshafen wichtig: »Denn wer arbeiten will, muss sich das Wohnen auch leisten können. Wohnungsknappheit macht am Ende auch den Arbeitsmarkt kaputt«, so der Chefökonom des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Ludwigshafen hat ein Wohnungsdefizit. Aktuell fehlen rund 7600 Wohnungen. Gleichzeitig stehen 1350 Wohnungen bereits seit einem Jahr oder länger leer.

Wer eine Wohnung sucht, sollte sich darauf aber keine Hoffnungen machen: Wohnungen, die lange Zeit leer stehen, gehen kaum wieder in die Vermietung. Die Zahlen für Ludwigshafen gehen aus der aktuellen regionalen Wohnungsmarkt-Untersuchung hervor, die das Pestel-Institut gemacht hat. Die Wissenschaftler haben dabei den Wohnungsbestand, die Bevölkerungsentwicklung sowie Prognosen für den Arbeitsmarkt und die Beschäftigung in Ludwigshafen analysiert.

268 Baugenehmigungen im ersten Halbjahr

„Vom Arbeitskräftebedarf über die Geburten bis zu den Sterbefällen: Es wird sich in Ludwigshafen eine Menge tun – und auf dem Wohnungsmarkt tun müssen. Das bedeutet konkret: In den nächsten fünf Jahren müssen rund 1680 neue Wohnungen in Ludwigshafen gebaut werden – und zwar pro Jahr“, sagt Matthias Günther. Der Chefökonom des Pestel-Instituts hält dieses Wohnungsbaupensum für Ludwigshafen allerdings für „nicht machbar“. So habe es im ersten Halbjahr dieses Jahres nach Angaben des Statistischen Bundesamts lediglich 268 Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Ludwigshafen gegeben. „Das reicht natürlich nicht. Der Neubau von Wohnungen in Ludwigshafen läuft mit angezogener Handbremse. Da muss vor allem bundespolitisch mehr passieren, um den Neubau von Wohnungen wieder anzukurbeln. Und das möglichst schnell“, so Günther.

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