Ludwigshafen Im Tabellenkeller

Drei Tore erzielte die Friesenheimerin Jessica Hauth (links) gegen Bassenheim. Unser Bild stammt aus der Partie gegen Budenheim.
Drei Tore erzielte die Friesenheimerin Jessica Hauth (links) gegen Bassenheim. Unser Bild stammt aus der Partie gegen Budenheim.

«Ludwigshafen.» Die Damen der TSG Friesenheim bleiben im Tabellenkeller der Handball-Oberliga. Auch gegen den TV Bassenheim reichte es für die Friesenheimerinnen nicht zum ersten Saisonsieg. Beim 28:29 (14:13) schrammten die Gastgeberinnen auch am eigentlich verdienten Remis vorbei.

Noch zwölf Sekunden waren zu spielen, als Lina Wild von Rechtsaußen in den Kreis eingesprungen kam. Sie scheiterte mit dem letzten Versuch der TSG an TV-Torhüterin Anke Balmert. Der Rest war Bassenheimer Jubel und Friesenheimer Enttäuschung. „Der Sieg wäre heute extrem wichtig gewesen“, haderte TSG-Trainer Björn Dinger. Er kannte aber auch den Grund für die Niederlage: „Wir haben zwischen der 40. und 50. Minute kein Tor mehr erzielt.“ 21:19 lagen die Gastgeberinnen da noch vorne (41.). Als Martina Storzum (50.) den nächsten TSG-Treffer erzielte, war es das 22:25. Diesem Rückstand liefen die Friesenheimerinnen in der Endphase vergeblich hinterher. Der 28:29-Anschlusstreffer durch Jessica Hauth kam 50 Sekunden vor Schluss zu spät, auch wenn die Gastgeberinnen den Ball noch einmal erhielten. Trainer Björn Dinger verwies vor allem auf die positiven Ansätze seiner Mannschaft. „Wir haben heute schon deutlich weniger technische Fehler und Ballverluste gehabt als noch gegen Osthofen.“ Nur elf waren es gegen Bassenheim. Diese Steigerung sei unverkennbar gewesen. Tatsächlich erlaubten sich die Friesenheimerinnen gerade elf leichte Ballverluste. Die Chancenverwertung bleibt aber weiter eine große Baustelle. Zehn vergebene freie Würfe sind in der Oberliga zu viel, auch wenn dabei vier Pfostentreffer waren. TSG-Trainer Dinger glaubt nicht an ein mentales Problem, auch wenn er einräumt: „Es läuft bei uns einfach noch nicht rund.“ Dass die Nerven doch eine Rolle spielen könnten, demonstrierte Lara Schneider. Die 16 Jahre alte A-Jugend-Leihgabe spielte in ihrer rund halbstündigen Einsatzzeit unbekümmert auf, suchte und fand dynamisch Deckungslücken. Sie war mit fünf Treffern bei den stärksten TSG-Torschützen. Diese Unbekümmertheit hätte sich Dinger von allen TSG-Akteurinnen gewünscht, gerade in der Phase zwischen dem 21:19 und 21:25. Hier war die Verunsicherung bei vier Ballverlusten und zwei schwachen Abschlüssen beinahe greifbar. In der Deckung bekam Friesenheim keinen Zugriff auf die wendige Jana Schubert, die Dinger erst in den letzten sieben Minuten in enge Deckung nehmen ließ. Das hätte fast noch zum Teilerfolg gereicht. Aber eben nur fast. So spielten sie TSG Friesenheim: Aulenbacher, Walther (ein Siebenmeter) – Ebel (6), Hauth (3), Storzum (5) – Wild (2), Gabriel (2) – Hemmers (1) – Grün, Rogawski, Schneider (5), Hauß Spielfilm: 4:4 (9.), 9:8 (19.), 14:13 Hz., 21:19 (41.), 21:25 (49.), 26:29 (57.), 28:29 Ende – Zeitstrafen: 2:4 – Siebenmeter: 1/0 – 4/4 – Beste Spieler: Schneider – Schubert, Balmert – Zuschauer: 70 – Schiedsrichter: Eckert/Towae (Eppelborn/St. Ingbert).

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