Ludwigshafen Hygienisch und kratzfest
In der Küche spielen Arbeitsplatten bei der Gestaltung eine wichtige Rolle. Mit ihren verschiedenen Designs und Materialien bilden sie einen Blickfang. Das Haus der Küchen stellt verschiedene Varianten vor, die den Anforderungen der täglichen Küchenarbeit ebenso wie Designansprüchen genügen sollen.
Die Arbeitsplatte zählt Fachleuten zufolge zu den am meisten strapazierten Oberflächen in der Küche. Auf ihnen wird nicht nur vieles, zum Teil schweres abgestellt. Auf den Platten wird vor allem handwerklich gearbeitet. Sie sollten daher robust sein und Kratzer aushalten. Die Oberflächen sollten so beschaffen sein, dass sie unempfindlich gegen Flüssigkeiten sind. Besonders wichtig beim Umgang mit Lebensmitteln ist natürlich das Thema Hygiene. Bakterien und Keime sollten sich keinesfalls darauf ansiedeln können. Arbeitsplatten sollten daher nicht nur gut aussehen, sondern auch leicht zu reinigen sein. Resopal erfülle im Prinzip die meisten dieser Kriterien: Resopal-Arbeitsplatten weisen laut dem Haus der Küchen in Mutterstadt eine außerordentliche Stoß- und Kratzfestigkeit auf sowie eine hohe Lichtechtheit und Fleckunempfindlichkeit. Zudem sind Platten resistent gegenüber haushaltsüblichen Chemikalien. Was Resopal zudem konkurrenzfähig zu anderen Materialien macht: „Es gibt Resopal in vielen verschiedenen Optiken – zum Beispiel in Holz oder sogar in Beton, aber auch in Unifarben“, informiert Mitarbeiter Walter Gertel. Zudem seien Resopal-Arbeitsplatten preisgünstiger als andere Materialien. „Das wird bei uns am häufigsten verkauft“, sagt Gertel. Während früher Resopal das Material für die Arbeitsplatte schlechthin war, sind inzwischen eine Reihe weiterer Materialien dazugekommen. Insbesondere Naturstein habe sich einen hohen Stellenwert in den Küchen erobert und werde daher auch häufig von Kunden als Material für Arbeitsplatten ausgewählt. Granit, der zu den geologisch ältesten Naturwerkstoffen zählt, werde zunehmend als Material für Arbeitsplatten verwendet. Der Naturstein sei gegen Nässe, Hitze und Schnitte weitgehend resistent. Trotz seines Härtegrades lasse er sich vielseitig bearbeiten und eigne sich für maßgenaue Sonderanfertigungen. „Man kann sogar heiße Töpfe darauf abstellen“, sagt Gertel. Allerdings sei Granit säureempfindlich. Rotweinflecken sollte man daher sofort wegwischen. Was man auch wissen sollte: Jeder Granitstein sei anders. Beim Austausch von einzelnen Platten kann es daher sein, dass die Ersatzplatte anders aussieht. Außergewöhnlich seien auch Arbeitsplatten aus Quarzstein, eines der härtesten Materialien Die Oberfläche sei schmutzabweisend. Auch Schimmel und Bakterien hätten hier keine Chance. Zudem sei Quarzstein hitzebeständig und in hohem Maß kratz- und schlagfest, aber nicht unzerstörbar. Ebenfalls ein Naturprodukt sind Massivholzplatten, die Wärme und Wohnlichkeit ausstrahlen, betont Gertel. Allerdings seien sie pflegeintensiv und müssen mit Lack oder Öl nachbehandelt werden. Eher wenig gefragt sind nach der Erfahrung von Walter Gertel Arbeitsplatten aus innovativer Glaskeramik. Ein Grund liege sicher darin, dass die Arbeitsplatte bereits auf Maß im Werk gefertigt werden muss. „Vor Ort ist man dann nicht mehr flexibel und kann nichts mehr schneiden“, erklärt der Mitarbeiter. Natürlich müsse man auch das Glas entsprechend pflegen, um sein Aussehen zu erhalten. Doch es gebe auch Vorteile. Zum einen lassen sich Glasarbeitsplatten sehr gut mit anderen Materialien kombinieren. Auch für die Küchenarbeit eigneten sie sich. „Glasarbeitsplatten sind aus wärmebehandeltem Glas, das in einem speziellen Wärmeschockverfahren hergestellt wird“, erklärt Gertel. Daher sei dieses Glas temperaturbeständiger, biegebruchfester, schlag- und stoßfester sowie ungefährlicher als nicht gehärtetes Glas. Die Arbeitsplatten werden mehrfach beschichtet und sind nahezu blickdicht. Dazu biete eine vielfältige Farbpalette für jeden Geschmack die passende Lösung. Auch nach Keramikarbeitsplatten sei die Nachfrage eher gering, wobei auch diese durch ihre besonderen Eigenschaften punkten können. Laut dem Haus der Küchen werde das Naturprodukt Keramik bereits seit vielen Jahren dort verwendet, „wo es auf Ästhetik und Funktionalität ankommt“. Durch moderne Fertigungsverfahren entstehe ein sehr homogener, harter Werkstoff, der bereits in der Raumfahrt und Mikrotechnik eingesetzt wird. Die bei sehr hohen Temperaturen gebrannte Oberfläche sei lebensmittelecht, zu 100 Prozent UV-lichtbeständig und extrem kratz- und abrissfest. Keramik setze keine gelösten Elemente frei und verhindere das Entstehen von Schimmel, Bakterien und Pilzen. (mmö)