Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Friesenheim-Hochdorf mit der Chance auf den nächsten Schritt

Jan-Philipp Winkler trifft für Friesenheim-Hochdorf gegen Saarlouis. Auch gegen Kirchzell ist er gefordert.
Jan-Philipp Winkler trifft für Friesenheim-Hochdorf gegen Saarlouis. Auch gegen Kirchzell ist er gefordert.

Mit dem Sieg gegen Saarlouis liegen die Handballer der mHSG Friesenheim-Hochdorf in Sachen Kampf um den Klassenverbleib in der Dritten Liga wieder gut im Rennen. Am Samstag (19 Uhr) ist mit dem TV Kirchzell ein direkter Konkurrent zu Gast.

Jan-Philipp Winkler ist einer der Spieler, auf die es ankommen am Samstag im TVH-Sportzentrum ankommen wird. Viel Verantwortung für den 20-Jährigen aus Dannstadt, der in Hochdorf aber schon zum „alten Eisen“ gehört, immerhin seit 2011 für die Spielgemeinschaft und ihren Vorgängerverein aus Hochdorf auf Torejagd geht. Und das auch in dieser Spielzeit durchaus erfolgreich. Mit seinen 19 Treffern steht Winkler in der internen Torjägerliste auf Rang fünf – erfolgreichster Schütze ist aktuell Patrick Friedmann, der mit seiner Ausbeute von 36/13 in der Liga auf Platz 29 rangiert. Das zeigt zum einen, dass erfolgreiche Torabschlüsse nicht unbedingt zur Spezialdisziplin der HSG gehören, das macht aber auch ein anderes Problem deutlich, denn immer neue Verletzungen und haben die Mannschaft von Gabriel Schmiedt bislang ausgebremst, haben verhindert, dass sich Automatismen im Angriffsspiel entwickeln.

Gerdon ist der neueste Ausfall

Jüngster Ausfall ist dabei ausgerechnet Marvin Gerdon, der sich nach überstandener Fingerverletzung gegen Saarlouis eine Oberschenkelverletzung zugezogen hat und auch im Duell gegen Kirchzell ausfallen wird. Damit ist die Achse mit Torhüter Roko Peribonio und Mannschaftskapitän Nikola Sorda am Kreis erneut gesprengt, trägt der duale Student für Elektrotechnik, trägt Jan-Philipp Winkler auf der Rückraummitte noch ein bisschen mehr Verantwortung.

Dass er damit umgehen kann, hat er im Saisonverlauf schon bewiesen. „Ich habe zu Saisonbeginn ein bisschen gebraucht, bis ich mich wieder von Linksaußen auf die Mitte umgestellt hatte, aber mittlerweile würde ich sagen, dass es wieder ganz gut läuft“, so seine Eigeneinschätzung. Gerdons Ausfall entlockt ihm nicht mehr als ein Schulterzucken. „Ein großes Thema war das in dieser Trainingswoche nicht. Wir sind ein bisschen abgestumpft, weil wir schon die gesamte Runde über immer wieder neue verletzte Spieler haben. Aber es ist natürlich bitter, dass es ausgerechnet Marvin trifft.“

Winkler rechnet mit heißem Kampf

Ob deshalb Spieler aus dem Zweitligakader der Eulen bei der zweiten Mannschaft aushelfen werden, wusste Winkler indes nicht zu sagen. „Das entscheidet sich wohl erst kurzfristig.“ Und auch ob sich einige Spieler von der Verletztenliste, beispielsweise Yannick Muth oder Yannik Polifka, für den Kampf gegen Kirchzell zurückmelden, werde sich erst in der Halle zeigen.

So oder so rechnet Winkler mit einem heißen Kampf der Tabellennachbarn – wobei Kirchzell mit acht Zählern zwei Punkte mehr auf dem Konto hat als die HSG und deshalb als Zehnter genau die Position einnimmt, auf der die Spielgemeinschaft zum Rundenabschluss gerne stehen würde, sichert er doch den direkten Klassenverbleib. „Beide Mannschaften werden über die Emotionen kommen. Wir müssen versuchen, wieder unser Tempo aus der ersten Hälfte gegen Saarlouis zu finden und dieses Tempo dann über die gesamte Spielzeit beibehalten“, sagt der junge Spielmacher. Dass darüber hinaus auch Torhüter Peribonio wieder zum sicheren Rückhalt werden müsse, sagt er nicht. Das versteht sich bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf von selbst.

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