Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Friesenheim-Hochdorf bestätigt Aufwärtstrend

Max Neuhaus (Mitte) half erneut bei Friesenheim-Hochdorf aus.
Max Neuhaus (Mitte) half erneut bei Friesenheim-Hochdorf aus.

Eine Woche nach dem 23:22 Erfolg gegen die HG Saarlouis bleibt der Handball-Drittligist mHSG Friesenheim-Hochdorf auf Siegkurs. Diesmal feierten die Schützlinge von Gabriel Schmidt einen 37:26 (18:12)-Erfolg gegen TV Kirchzell.

Da staunten Alexander Hauptmann und Andreas Kunz, die beiden Trainer des TV Kirchzell, ein wenig. Beim Blick auf die Mannschaftsaufstellung der mHSG Friesenheim-Hochdorf stellten sie fest, dass diesmal auch zwei Akteure des Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen auf dem Spielberichtsbogen standen. Ihre Namen: Max Neuhaus und Enes Keskic. Zwei Spieler, die sonst nicht im Kader des Drittligisten stehen. Aber diesmal war es anders.

Nach dem erneuten Ausfall von Marvin Gerdon (Muskelfaserriss) sowie Yannik Polifka (Rücken) sowie dem seit Wochen fehlenden Yannnik Muth war personelle Ergänzung notwendig. Während Neuhaus schon vor einer Woche gegen die HG Saarlouis wesentlichen Anteil am Sieg hatte, feierte der bosnische Nationalspieler Keskic diesmal im mHSG-Trikot vor den Augen seines Eulen-Cheftrainers Michel Abt seine Premiere. Nachdem die beiden Akteure der Eulen in den letzten Partien in der zweithöchsten Spielklasse nicht zum Zuge kamen, bot sich jetzt die Gelegenheit, in der „zweiten Mannschaft der Eulen“, Spielpraxis zu bekommen.

Keskic als Bereicherung für das Spiel

„Mir ist es wichtig, dass ich einfach wieder spiele“, sagt Keskic. Der Flügelflitzer, dessen Vertrag ebenso wie bei Neuhaus zum Saisonende bei den Eulen ausläuft, erwies sich als absolute Bereicherung im Spiel der mHSG, erzielte fünf Tore. Von Beginn an setzte Cheftrainer Gabriel Schmidt auf eine aggressive Abwehr mit dem Innenblock mit Nicola Sorda und dem jungen Mihailo Ilic, an der sich die Gäste aus Kirchzell wahrlich „die Zähne ausbissen“. Trotz vieler Zeitstrafen in der ersten Spielhälfte brillierte die Spielgemeinschaft auch im Angriffsspiel gegen die Odenwälder und lag nach sieben Minuten mit 5:1 und nach einer Viertelstunde mit 8:4 deutlich in Front. Kirchzell kam zu keiner Phase ins Spiel und fand auch keine Lösungen, das Angriffsspiel der Sieben von Trainer Schmiedt zu unterbinden.

Ilic erzielt sieben Treffer

Das erst 20 Jahre alte Rückraum-Ass Ilic, mit sieben Toren bester HSG-Werfer, zeigte immer wieder, welch ein Talent er besitzt und erwies sich als die zuverlässige Konstante im linken Rückraum. Auch Neuhaus (fünf Tore) ließ auf der rechten Seite im Spiel Eins gegen Eins nichts anbrennen, zeigte viel Mut und Entschlossenheit und fand mit seinem Überzieher stets den Weg zum gegnerischen Tor. So war bereits zum Pausenpfiff beim Stand von 18:12 die Vorentscheidung gefallen.

Auch in der zweiten Hälfte drückte die mHSG weiter auf das Tempo, spielte sich klarste Chancen heraus. Die Gäste wurden nie wirklich zu einer Gefahr für die Hausherren. Dabei gab Trainer Schmiedt allen Akteuren ausreichend Spielzeit, um sich zu zeigen. Der Aufwärtstrend der jungen Mannschaft hält an – und in dieser aktuellen Verfassung werden sie auch am nächsten Spieltag (Samstag, 19.30 Uhr) beim Nachwuchs der HSG Wetzlar, bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II, nicht chancenlos sein. Die Frage ist: Werden dann Max Neuhaus und Enes Keskic wieder dabei sein? Die Eulen Ludwigshafen sind an diesem Abend in der Zweiten Bundesliga zeitgleich beim TV Hüttenberg zu Gast.

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