Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Friesenheim-Hochdorf überrascht mit Sieg gegen KL-Dansenberg

HSG-Kapitän Nikolas Sorda erzielt hier einen seiner siebenTreffer gegen Dansenberg.
HSG-Kapitän Nikolas Sorda erzielt hier einen seiner siebenTreffer gegen Dansenberg.

Es war die Überraschung des 14. Spieltages in der Dritten Liga. Die mHSG Friesenheim-Hochdorf bezwang nach einer äußerst engagierten Leistung in der zweiten Hälfte die favorisierten Gäste des TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg.

Die mHSG Friesenheim-Hochdorf bleibt vor heimischer Kulisse eine Macht. In einer äußerst spannenden Partie bezwangen die Schützlinge von Trainer Gabriel Schmiedt in der ersten Partie der Rückrunde mit 30:27 (17:17) die mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Gäste aus Kaiserslautern-Dansenberg im Pfalzderby. Der Jubel kannte am Ende keine Grenzen. Im siebten Heimspiel der Saison gab es für Friesenheim-Hochdorf auch den sechsten Sieg. Das gibt der jungen Mannschaft um den erneut starken Kapitän Nikolas Sorda viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Dabei lief es für die Spielgemeinschaft zunächst nicht ganz nach Plan. Die Westpfälzer mit ihrem neuen Trainer Frank Müller, der ebenso wie Gunnar Dietrich erst zu Saisonbeginn von den Eulen Ludwigshafen in die Barbarossastadt gewechselt war, übernahmen nach zehn Minuten das Zepter und zogen zunächst zum 11:9 davon. Aber die HSG ließ nicht locker, zeigte sich engagiert und fokussiert, und legte mit vier Toren in Folge, drei Treffer von Max Neuhaus sowie einer von Lukas Kruse, zum 13:11 vor. Dazu zeigte der junge Däne Kasper Manfeldt-Hansen in der Defensive eine bärenstarke Leistung, während dahinter Roko Peribonio zwischen den Pfosten mit unzähligen Paraden den Gästen den Nerv raubte. Es war das Duell auf Augenhöhe, in dem die Gäste erst zum Pausenpfiff durch Sebastian Bösing noch zum 17:17-Ausgleich kamen.

HSG nach der Pause cleverer

Auch nach dem Pausentee wirkten die Gastgeber vor gut 230 Zuschauern – von denen ein Großteil dem Aufruf gefolgt war, in den Trikots der beiden Vereine zu erscheinen – cleverer und hatten auch auf die Taktik der Gäste stets eine Antwort. „Respekt vor den Jungs, die erstmals in dieser Saison das Tempospiel durchzogen und wir zweistellig zu leichten Toren kamen“, sagte Co-Trainer Martin Buschsieper. Er zeigte sich wie auch Cheftrainer Schmiedt mit dem Auftritt seiner Jungs diesmal sehr zufrieden. „Wir haben auch im Positionsangriff das umgesetzt, was wir uns auch vorgenommen hatten.“

Dabei übernahm diesmal wieder der erst 20-jährige Mihailo Illic viel Verantwortung. Dazu erwies sich die erneute Abstellung der drei Eulen-Akteure Neuhaus, Manfeldt-Hansen und Enes Keskic als eine Bereicherung. Der Schulterschluss funktioniert diesmal ausgezeichnet. Zudem hatte Schmiedt diesmal seine Jungs perfekt auf die Spielweise der Westpfälzer eingestellt. Und so zogen die Gastgeber erneut mit drei Toren in Folge durch Rückkehrer Yannik Muth, Kreisläufer Nicola Sorda und Rückraumtalent Mihailo Illic zum 23:19 davon.

Dansenberg bemühte sich beim Debüt des neuen Spielmacher Alexis Biagui um den Ausgleich – vergeblich. Zwar verkürzten Timo Holstein mit zwei Toren und Michel Reitemann in der Schlussphase nochmals auf 28:27, aber die HSG ließ sich in den letzten drei Minuten nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Keskic, der bosnische Nationalspieler auf dem linken Flügel und der überragende Kapitän Sorda sorgten mit ihren Treffern für den 30:27-Endstand. Damit schaffte es die HSG, vor der bald anstehenden Weihnachtspause auf einem Nichtabstiegsplatz zu klettern.

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