Ludwigshafen Hoffen auf größeres Fest
Von Samstag bis zum heutigen Dienstag feiert die Pfingstweide ihre Kerwe. Dies allerdings in abgespeckter Form. Die Auflösung der Arbeitsgemeischaft der Vereine (Arge) hat die schon längere Zeit schwächelnde Pfingstweide-Kerwe abermals kleiner ausfallen lassen. Doch die Verantwortlichen von Ortsbeirat und Marketinggesellschaft Lukom wollen nicht resignieren und ein neues Konzept für die Zukunft suchen.
Einiges an politischer Prominenz war zur Kerweeröffnung gekommen. Unter anderem gaben sich die Bundestagsabgeordnete Doris Barnett (SPD) sowie die Landtagsabgeordnete Marion Schneid (CDU), CDU-Oberbürgermeister-Kanditat Peter Uebel und der SPD-Vorsitzende Oppaus Frank Meier, die Ortsbeiräte Heinrich Jöckel, Roman Bertram, Gabriele Albrecht, Peter Massar und Friedrich Poh, Vertreter von Vereinen und Gewerbe ein Stelldichein. Das Drumcorps „Heartliner“ unterstützte den Fassbieranstich musikalisch. „Als wir die Kerwe 1970 hier eröffnet hatten, hat die gegenüberliegende Grundschule 1300 Schüler gehabt“, sagte Udo Scheuermann (SPD), heute seien es noch 280. Dies zeige, wie sich die Struktur hier verändert habe. Auch sollte in unmittelbarer Nähe der Kerwe kein anderes Vereinsfests stattfinden. Dieser Hinweis bezog sich auf die Edigheimer Rheinfischer, die im rund 300 Meter entfernten Wäldchen ihr Fischerfest feierten. „Die Kerwe sollte als Stadtteilfest respektiert werden“, betonte der Ortsvorsteher. Schade sei, dass es keinen Seniorennachmittag mehr gebe. Der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag im Gemeinschaftshaus finde jedoch statt. Auch habe man keine Arge mehr, da niemand für den Vorsitz kandidieren wollte. Froh sei man, dass man die Betreiber des Eulenpark-Cafés zur Bewirtung gewinnen konnte. Diese spendeten auch das Bierfässchen, dem Scheuermann dann assistiert vom Junior-Festwirt Nico Kurman zu Leibe rückte. Während der Ortsvorsteher den kühlen Trunk kredenzte, verteilte Rita Ullmann vom benachbarten Bürgergarten frisch gepflückte Erdbeeren. „Eine kleine Geste“, sagte sie. Damit wolle sie daran erinnern, dass es das fruchtbare Biotop noch gebe. Derweil erinnerten sich andere an die großen Zeiten der Pfingstweidekerwe, das Scheierfest und den Silvestertanz, die der einstige Arge-Vorsitzende Gerd Rohrbacher benannte. Für Marktmeister Friedrich Bauer von der Lukom gilt es, nach vorne zu schauen. „Ich hoffe, dass es sich etwas fängt“, sagte er, und denkt dabei an das Hemshoffest, das eine sehr positive Entwicklung genommen habe. Auch Ortsvorsteher Scheuermann hat noch nicht aufgegeben. „Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder ein größeres Fest hier feiern können“, erklärte er. Und Karl Heinz Dubon von der evangelischen Kirchengemeinde bemerkt, dass man schon öfter davon geredet habe von dem auch diesjährigen Termin Pfingsten wegzukommen.