Ludwigshafen Hochstraße Süd: Ende des Abrisses in Sicht

Nur noch zwei Bauwerke der Pilzhochstraße stehen.
Nur noch zwei Bauwerke der Pilzhochstraße stehen.

Im Spannungsfeld zwischen der bereits vollzogenen Wiedereröffnung des Berliner Platzes für den Nahverkehr am 14. September und der Sondersitzung des Stadtrats zur Zukunft des Rathauses und der Hochstraße Nord (B 44) stand am Mittwochvormittag die Videokonferenz der Verwaltung zu den Abrissarbeiten der Pilzhochstraße. Demnach ist das marode 500-Meter-Teilstück der Hochstraße Süd (B 37) zu 85 Prozent abgetragen. Es fehlen nur noch zwei der insgesamt zehn Einzelbauwerke, die beide 60 bis 70 Meter lang sind.

„Normalität Mitte November“

Das letzte Trassenstück über der gesperrten Berliner Straße soll in etwa drei Wochen abgerissen werden, sagte Björn Berlenbach als Chef der Tiefbausparte. Der letzte Pfeiler werde wohl Ende Oktober/Anfang November fallen. „Das Ende ist in Sicht. Normalität herrscht wieder Mitte November“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). Bis dahin sollen der Schutt komplett abgefahren, beschädigter Untergrund instandgesetzt und Oberleitungen für die Straßenbahnen montiert sein. Dafür werden vier Masten frisch gesetzt.

Stützkonstruktionen werden abgebaut

Aktuell würden die seit Ende November gesperrten Parkplätze an der seit 11. September wieder befahrbaren Mundenheimer Straße sowie am Faktor-Haus wieder hergerichtet, die nicht mehr benötigten Stützkonstruktionen abgebaut und entsorgt sowie nicht mehr verwendete Baggermatratzen abgefahren. Einige von diesen massiven Holzplattformen stützen derzeit noch den Bahndamm. Netze sorgen dafür, dass kein Schutt auf die von S-Bahnen und ICE befahrenen Gleise fällt und die Staubentwicklung minimiert wird. Der Bauzaun in der Dammstraße in Höhe des Platanenhains ist weitgehend zurückgebaut. Abrissbeginn war am 11. Juni.

Ein Ersatzneubau für die wegen Einsturzgefahr seit zehn Monaten gesperrte Südtrasse soll 2025/26 stehen, ein Gesamtkonzept für beide Hochstraßensanierungen am 21. September dem Stadtrat vorgelegt werden.