Ludwigshafen Hochstraße Nord: BASF fordert Planungssicherheit

Mit Blick auf den Abriss der Hochstraße Nord, der in vier Jahren beginnen soll, fordert BASF-Vorstand Michael Heinz Planungssicherheit. „Es kann nicht sein, dass wir keinen Plan B haben“, sagte er gestern gegenüber der RHEINPFALZ. Eine zentrale Frage für ihn sei, wie Lastwagen-Verkehr ermöglicht werde.
Viele Unternehmen in der Region machen sich Gedanken, wie sie sich auf den erwarteten Verkehrsinfarkt vorbereiten können (wir berichteten gestern). Die BASF erwartet massive Beeinträchtigungen sowohl für den Güter- als auch den Personenverkehr. Beim Güterverkehr will das Chemie-Unternehmen verstärkt auf die Schiene setzen. Dennoch wird die BASF für ihre Produktion auch weiterhin auf Lastwagen angewiesen sein. „Wir können Verkehre simulieren“, sagte Heinz. Die Logistik-Unternehmen würden Tausende zusätzliche Kilometer fahren müssen, prognostizierte er. „Und das kostet uns zusätzliches Geld.“ Für Mitarbeiter, die in Gegenden wohnen, wo der öffentliche Personennaheverkehr nicht so gut funktioniert, plant die BASF Busse anzubieten. Sie sollen bis zum Werk gefahren werden. Mobiles Arbeiten außerhalb des Büros soll deutlich ausgeweitet werden. Laut dem Vorstandsmitglied arbeiten jetzt schon acht Prozent des Personals ständig mobil. Doch egal, welche Vorbereitungen die BASF trifft: „Am Ende wird der Schmerz da sein“, sagte Heinz. Lokalseite 10