Ludwigshafen Hochschul-Kita startet erst 2017

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Studierende mit Kindern an der Hochschule Ludwigshafen (4500 Studenten) müssen sich länger gedulden als bisher geplant, bis die Kleinen direkt auf dem Campus betreut werden können. Die Hochschul-Kita sollte eigentlich im nächsten Jahr fertig sein. Weil zunächst Altlasten auf dem Campus-Areal in der Ernst-Boehe-Straße in Mundenheim abgetragen werden müssen, verzögert sich der Neubau nun bis voraussichtlich 2017.

Die notwendige Altlastensanierung ist laut Hochschulkanzler Klaus Eisold zwar nichts Neues. Die Untersuchungen, wie man mit dem belasteten Grund, der für die neue Kita und den geplanten Hochschulerweiterungsbau abgetragen werden muss, laufen derzeit. Im Gegensatz zu früheren Plänen soll Eisold zufolge das Gelände jedoch zusammenhängend ausgebaggert werden. Das sei mit insgesamt umfangreicheren Planungen und Abstimmungen verbunden. In enger Kooperation mit der Struktur - und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd als Aufsichtsbehörde wolle man ein sauberes Ergebnis erzielen, betont Eisold. Die Bodensanierung soll ab nächsten Herbst erfolgen, wie die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Vorderpfalz, Alexandra Diestel-Feddersen, auf Anfrage sagte. Im kommenden Jahr soll dann die zweigruppige Einrichtung für 30 Kinder gebaut werden. Die Kita-Inbetriebnahme stellte Diestel-Feddersen für 2017 in Aussicht. Im Unterschied zu früheren Plänen sei die Kita inzwischen ebenerdig und nicht mehr zweigeschossig konzipiert. Das sei pädagogisch sinnvoller und finanziell günstiger. Die Kinder könnten dann aus allen Bereichen bequem und gefahrlos in den Garten gelangen. Außerdem sei auf dem Ludwigshafener Campus ausreichend Fläche für eine ebenerdige Lösung vorhanden, während das Studierendenwerk für die Hochschul-Kita in Worms mit wenig Platz auskommen musste. Die Pläne für die dortige Einrichtung, die zweigeschossig geplant werden musste, habe man zunächst aus Kostengründen eins zu eins auf Ludwigshafen übertragen wollen. Die baulich kostengünstigere ebenerdige Variante macht die zusätzlichen Planungskosten aber wieder wett. Im Gebäude entstehen 435 Quadratmeter Nutzfläche. Dazu gehören zwei Gruppenräume, die je ein Nebenzimmer haben, sowie Schlaf-, Personal-, Mehrzweck- und Abstellräume, Leitungsbüro, Küche und Sanitärbereich. Dazu kommt ein 750 Quadratmeter großes Außenareal. Diestel-Feddersen geht davon aus, dass die Hochschul-Kita ab dem Start 2017 voll ausgelastet sein wird. Das gelte für die übrigen Kitas des Studierendenwerks Vorderpfalz in Worms, Landau und Germersheim schon jetzt. „Ich freue mich, dass wir seit 2010 bis spätestens 2017 an allen unseren Standorten die gleichen Leistungsangebote für studierende Eltern realisieren können“, ergänzte die Geschäftsführerin. Die Planungen für eine Hochschul-Kita in Ludwigshafen laufen bereits seit Jahren. Ursprünglich sollte der Bau 2014 beginnen. Erste Verzögerungen wurden dann bereits mit dem Abstimmungsbedarf im Zusammenhang mit dem Campus-Neubau begründet. Insgesamt wird die Kita wie berichtet 1,4 Millionen Euro kosten. 500.000 Euro trägt das Mainzer Wissenschaftsministerium, die Stadt investiert 285.000, die Hochschule 160.000 Euro. Das Studierendenwerk übernimmt 315.000 Euro, zudem sind 166.000 Euro an Fördermitteln für den Kita-Ausbau für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, eingeplant. Die Kita besuchen können Kinder ab acht Wochen bis zum Schuleintritt. Das Angebot richtet sich an Studenten und Hochschulmitarbeiter. Bleiben Plätze frei, können sie von anderen Kindern aus Ludwigshafen belegt werden. (evo)

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