Ludwigshafen Hochdorf ergötzt sich an Götz
Hochdorf-Assenheim. Die Verletztenliste beim Handball-Drittligisten TV Hochdorf wird kleiner. Kapitän Steffen Bühler ist wieder fit und kann morgen gegen den badischen Lokalrivalen des TVG Großsachsen spielen (20.30 Uhr).
„Großsachsen ist ein echter Brocken und gehört für mich zu den Spitzenmannschaften“, sagt TVH-Trainer Stefan Bullacher. Er ist froh, dass er für dieses Spiel wieder seinen Kapitän Steffen Bühler auf dem Feld begrüßen kann. Sieben Wochen nach seinem schweren Muskelfaserriss zwar noch kein Kandidat für volle 60 Minuten, „aber er kann uns auch mit Kurzeinsätzen weiterhelfen. Alleine seine Anwesenheit gibt Halt in kritischen Situationen“, hofft Bullacher. Tim Götz teilt die Einschätzung seines Trainers. „Mit Steffen sind wir eine ganz andere Mannschaft.“ Der 19 Jahre alte Neuzugang aus der A-Jugend der TSG Friesenheim wurde in dieser Runde ins kalte Wasser geworfen. Götz aber schwamm sich von Anfang an frei. „Er macht das sensationell“, lobt Bullacher seinen jungen Spielmacher, der nach der Verletzung von Vincent Klug mehr Einsatzzeit erhielt, als er sich das selbst vor der Runde vorgestellt hatte. Mit 46 Treffern ist er derzeit erfolgreichster Torschütze der Hochdorfer. „Ich spiele fast immer durch. Mein Trainer vertraut mir, und ich konnte mich in der Vorbereitung langsam an das Niveau herantasten und habe von Spiel zu Spiel immer besser hineingefunden“, erklärte der Student den aktuellen Höhenflug. Zumindest den persönlichen. „Als Mannschaft müssen wir wieder besser spielen“, fordert er vor dem Aufeinandertreffen gegen eine bärenstarke Truppe von der Bergstraße, die in der Vorwoche Spitzenreiter SG Nußloch nicht nur stürzte, sondern förmlich aus der Halle fegte. Hochdorf trat hingegen zuletzt ein wenig auf der Stelle, mit dem Ausreißer nach unten, der Schlappe in der Vorwoche beim HC Oppenweiler/Backnang. „Da sind wir durch die Bank weg von Anfang an nicht ins Spiel gekommen“, denkt Götz nur ungern an das letzte Auswärtsspiel zurück. Und auch mit dem Auftritt zu Hause gegen Zweibrücken war er nur bedingt zufrieden: „Wirklich gut haben wir da erst in der zweiten Halbzeit gespielt.“ Gelungen seien nur die Begegnungen in Haßloch und gegen die SG Köndringen/Teningen. „Daran müssen wir gegen Großsachsen anknüpfen.“ Eine stabile Deckung und schnelle Gegenstoßtore seien entscheidend gegen den robusten und durchgängig gleichwertig besetzten Kader aus Hirschberg. Und natürlich die körperliche und vor allem geistige Schnelligkeit von Tim Götz. „Er macht einfach schon unglaublich viele Dinge richtig“, sagt Bullacher. |env