Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Warum Dominic Hopp zum Drittligisten TV Hochdorf gewechselt ist

Hochdorfs neuer Kreisläufer Dominic Hopp ist Wirtschaftsjurist.
Hochdorfs neuer Kreisläufer Dominic Hopp ist Wirtschaftsjurist.

HOCHDORF-ASSENHEIM. Mit Dominic Hopp kommt ein weiterer Neuzugang von Handball-Oberligist VTV Mundenheim zu Drittligist TV Hochdorf. „Es war der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt“, erklärte der 24-jährige Ludwigshafener, der bei der TSG Friesenheim ausgebildet wurde. Er wird hinter Nikola Sorda die zweite Option am Kreis sein.

„Danke. Es geht mir gut.“ Es ist mehr als eine Floskel, wenn Hopp diesen Satz sagt. Zwei der drei Jahre bei den VTV Mundenheim fiel er verletzt aus, kurierte zunächst einen Kreuzbandriss aus und verletzte sich, kaum genesen, schwer am Meniskus. Deshalb auch der Wechsel zur neuen Spielzeit. „Die Dritte Liga war immer mein Ziel, aber ich glaube, mit einer weiteren schweren Verletzung würde ich mich nicht noch einmal herankämpfen wollen.“ Das Ziel der dritten Liga traf der Wirtschaftsjurist aus rein rationalen Gründen: „Es ist die höchste Liga, die man noch mit einem Beruf verbinden kann.“

Dass er sich hinter Sorda einsortieren muss, ist für den 24-Jährigen kein Problem. „Es sollte jedem Akteur klar sein, der in eine höhere Liga wechselt, dass er nicht die vorher gewohnten Spielanteile erhält.“ Außerdem sieht er seinen sportlichen Kontrahenten zugleich als Lehrmeister. „Er spielt schon länger in dieser Liga. Deshalb kann ich mir von ihm noch einiges abschauen.“ Denn die sportliche Weiterentwicklung ist ihm ebenfalls wichtig. Eine andere Umstellung machte ihm mehr zu schaffen: „In Hochdorf zähle ich mit meinen 24 Jahren schon zu den Alten. Das ist ziemlich ungewohnt“, sagt Hopp lachend.

Die Stimmung im Kader ist gut

In Hochdorf fand er eine ähnliche Kaderstruktur vor, wie bei seinem Wechsel von der TSG Friesenheim zu den VTV Mundenheim: „Es sind sehr viele sehr junge Spieler dabei.“ Die Corona-Pandemie könnte dabei sogar ein kleiner Vorteil gewesen sein. „Wir hatten eine lange Vorbereitung. Damit hatten wir angesichts vieler Neuzugängen mehr Zeit, um uns aneinander zu gewöhnen und einzuspielen.“ Lagerkoller habe es aber nicht gegeben. Im Gegenteil. „Neben dem Training haben wir zusammen auch viel außerhalb der Halle unternommen. Die Stimmung im Kader ist gut.“ Und das soll sie auch während der Runde bleiben. „Wir werden von Anfang an alles für den Klassenerhalt tun.“

Bleibt in seinem Fall nur noch eine Ungewissheit, denn nach dem Bachelor-Abschluss ist der Wirtschaftsjurist gerade in der Bewerbungsphase. In Zeiten der Pandemie kein leichtes Unterfangen, denn bei den Firmen sind nicht unbegrenzt Stellen zu besetzen. Die Drittliga-Premiere soll das aber nicht verhindern. „Ich habe mich nur regional beworben.“ Ganz nach der strategischen Ausrichtung mit der Verbindung von Handball und Beruf. Höhere Ambitionen hat er demnach nicht. Die Dritte Liga ist für mich die Grenze. Es gibt schließlich auch noch ein Leben nach dem Handball.“ Aber an diese Grenze wird Dominic Hopp mit vollem Einsatz gehen.

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