Ludwigshafen Handball: Trainer Matschke will Schulte weiter fördern

LUDWIGSHAFEN. Lennart Schulte ist ein Eigengewächs der TSG Friesenheim. Der Torwart ist der Dritte im Bunde hinter Kevin Klier und Roko Peribonio. An seinem 22. Geburtstag durfte Schulte mal wieder Bundesligaluft schnuppern. Trainer Ben Matschke schickte den Jubilar kurz vor Schluss beim Heimsieg gegen Bayer Dormagen auf das Parkett. Heute, 19.30 Uhr, im Gastspiel beim HSC Empor Rostock hofft der junge Keeper, erneut im Kader zu stehen.
„Wir hätten das Spiel gegen Dormagen rechtzeitig für uns entscheiden müssen. Dann wäre Lennart, so war es vereinbart, auch viel früher zu seinem Einsatz gekommen“, sagt Kevin Klier nach dem Spiel. So blieb dem Sportwissenschaft-Studenten kaum Gelegenheit sich auszuzeichnen. Die wenige Einsatzzeit in der „Ersten“ angesichts der Klasse von Klier und Peribonio ist für Schulte nichts Neues. „Ich bin erst einmal froh, überhaupt dem Bundesligakader anzugehören. Schon als E-Jugendlicher habe ich die Spiele in der Eberthalle verfolgt. Da ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Von Kevin und Roko kann ich sehr viel lernen“, betont Schulte. Unvergessen ist für ihn sein Einsatz im Pokalspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt. Besonders in Erinnerung geblieben ist eine Parade gegen Weltmeister Holger Glandorf. Natürlich würde „Lennox“, so sein Spitzname, gerne regelmäßig bei der TSG zwischen den Pfosten stehen. Nach Rücksprache und auf Empfehlung von Coach Ben Matschke sammelte Schulte in der Hinrunde mit Zweitspielrecht für den baden-württembergischen Oberligisten TV Bretten Spielpraxis. Für die Rückrunde oder spätestens in der neuen Saison ist ein Ausleihen an einen Drittligisten angedacht. „Lennart ist trainingsfleißig und bringt viele Voraussetzungen für einen guten Torwart mit. Wir sehen in ihm Potenzial und wollen ihn, gegebenenfalls auch über einen anderen Verein, weiter fördern“, unterstützt Matschke seinen Entwicklungsprozess. Sein Zweitligadebüt für Friesenheim feierte der leidenschaftliche Skifahrer im September 2012 beim Heimspiel gegen Rostock. Damals siegten die „Eulen“ mit 29:24. Für ein erneutes Erfolgserlebnis drückt der sympathische Sportsmann seinen Mitspielern an der Ostsee fest die Daumen. Auch wenn der Nachwuchstorwart wahrscheinlich selbst nicht das Tor hüten wird. (nau)