Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Der 13 Jahre alte Tyler Franck vom TV Hochdorf wird bester Spieler bei einem Top-Turnier

Der TV Hochdorf vertrat beim D-Jugend-Turnier in Hannover Spanien – und räumte mächtig ab.
Der TV Hochdorf vertrat beim D-Jugend-Turnier in Hannover Spanien – und räumte mächtig ab.

Tyler Franck vom TV Hochdorf ist ein außergewöhnlicher Handballer für sein Alter. Er ist 13 Jahre alt und wurde bei einem renommierten Turnier in Hannover zum besten Spieler gewählt. Franck ist ein Stratege – und hat schon Pläne geschmiedet, für welchen Verein er später als Profi spielen will.

Tyler Franck ist erst 13 Jahre alt. Doch er wagte schon sehr früh den Wechsel zum leistungsorientierten Handball. Statt bei der HR Göllheim-Eisenberg zu spielen, wechselte er 2018 zum TV Hochdorf. Der Schritt hat sich gelohnt. Franck wurde bei der Mini-EM, einem Turnier der besten deutschen D-Jugend-Mannschaften in Hannover-Anderten, als bester Spieler ausgezeichnet. Eine besondere Ehre.

Hochdorf siegt im Trikot der Spanier

Der Junge wirkt eher schüchtern, gar ein wenig ängstlich. Zumindest bei der ersten Begegnung. Das täuscht aber. Auf dem Spielfeld ist Tyler Franck genau das Gegenteil. Er ist Stratege, Ideengeber und Torschütze. Der Eisenberger, der viermal in der Woche zum Vereins- und Auswahltraining nach Hochdorf und Haßloch kommt, hatte wesentlichen Anteil, dass der TV Hochdorf im Trikot von Spanien erstmals den Titel holte. Zum Turnier in Hannover werden Vereinsmannschaften eingeladen, denen dann Nationen, die bei der Männer-EM mitspielen, zugelost werden. Spanien, also Hochdorf, hatte im Finale das Team Serbien (AMTV Hamburg) mit 13:8 besiegt und eine märchenhafte Reise durch das Turnier auf dem EM-Thron beendet. Wenige Tage später gelang den Spaniern mit dem Sieg im EM-Finale gegen Kroatien in Göteborg sogar die Titelverteidigung – ein Novum. „Ich habe schon damit gerechnet, dass es Spanien wieder schaffen kann“, sagte Franck. Während „bei den Großen“ Domagoi Duvnjak zum wertvollsten Spieler ernannt wurde, war bei der Mini-EM die Frage nach dem Most Value Players (MVP) eindeutig beantwortet: Die Trainer entschieden sie sich klar für Tyler Franck. Der Schützling von Trainer Daniel Reckel hatte als kluger, umsichtiger und torgefährlicher Regisseur zwei Tage lang die Strippen im Hochdorfer Angriffsspiel gezogen. „Es war für mich schon eine Überraschung, dass ich am Ende aufgerufen wurde. Ich wollte nur das Finale spielen und nicht solch einen Krimskrams erleben“, meinte Spielmacher Franck. Er sagt eben, was er denkt.

Die Mannschaft bestritt an zwei Tagen neun Spiele und verlor nur eine Partie mit einem Tor Unterschied. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Wir hatten erst das Halbfinale, dann das Finale als Ziel“, erzählt Franck. Er war auch erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft. Wie viele Tore er warf, konnte er gar nicht sagen. „Bei uns zählt die Mannschaft und nicht ich.“

Klare Ziele für die Zukunft

Er ist froh, nach Hochdorf gewechselt zu sein. „Ich konnte mich dort weiterentwickeln.“ Den Grundstein hatte sein einstiger Trainer und Förderer Johannes Fink gelegt. Der Schüler der siebten Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Eisenberg ist ein Spitzbub, dem keine Bewegung zu viel ist. In Hochdorf spielt er nicht nur in der D-Jugend, sondern auch in der C-Jugend. Gleich im ersten Jahr in Hochdorf holte er mit seiner Mannschaft in der D-Jugend die Pfalzmeisterschaft. Aktuell befindet er sich sowohl mit der D- als auch C-Jugend auch Meisterschaftskurs. Sein Talent hat man schon lange entdeckt. Deshalb ist der Junge mit der Löwenmähne in der Pfalzauswahl schon im älteren Jahrgang vertreten. Die ersten Anfragen von den etablierten Nachwuchszentren werden nicht ausbleiben. „Wenn eine Anfrage von den Rhein-Neckar Löwen kommen sollte, werde ich, wenn ich etwas älter bin, wechseln. Ich bin Fan der Löwen, ich will auch Profi werden und mein Vorbild ist Andy Schmid“, sagt Franck.

Das wissen auch seine Eltern, die ihn und seinen fast drei Jahre älteren Bruder Tarek, der bei der Mini-EM als Betreuer auf der Bank saß, so gut es geht, in ihren Plänen unterstützen. „Sollte sich dieser Weg mal anbahnen, dann werden wir uns davor nicht verschließen“, sagt Mutter Yvonne Franck.

Tyler Franck war bester Spieler und bester TVH-Werfer.
Tyler Franck war bester Spieler und bester TVH-Werfer.
Später mal will Franck zu den Rhein-Neckar-Löwen.
Später mal will Franck zu den Rhein-Neckar-Löwen.
Die Löwenmähne ist sein Markenzeichen.
Die Löwenmähne ist sein Markenzeichen.
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