Ludwigshafen
Handball: Damen der TSG Friesenheim können in der Oberliga nicht mehr gewinnen
Die Talfahrt hält an. Seit fünf Spieltagen sind die Damen der TSG Friesenheim ohne doppelten Punktgewinn. Trotz deutlicher Führung gegen die TG Osthofen musste sich die Mannschaft von Trainerin Vik Kühn mit 25:29 (16:13) geschlagen geben.
Der Frust saß tief. Nach dem Erreichen der Zwischenrunde in der A-Jugend-Bundesliga sollte die nahezu identische Mannschaft in der Handball-Oberliga die nächsten Punkte einfahren. Denn seit dem 20. Oktober wartet die TSG auf den nächsten Sieg. Nur gegen den TV Bassenheim reichte es zwischenzeitlich zu einem 28:28-Unentschieden.
Unbefriedigende Situation für Friesenheim
Jetzt rutschten die Eulen gar mit 7:11 Punkten auf den zehnten Platz ab. Das ist bitter, denn in den nächsten Wochen müssen sie noch auf die erfahrene Romina Heßler wegen eines Muskelfaserrisses verzichten. „Die Situation ist aktuell sicherlich nicht befriedigend“, sagte Jana Heidger. Auch deshalb, weil die Mannschaft nach einer guten ersten Spielhälfte und einer klaren Führung nicht kontinuierlich ihr Potenzial abrufen konnte. „Durch das Fehlen von Laura Jentzsch im Innenblock waren wir in der Abwehr nicht über 60 Minuten konsequent. Auch waren die Abschlüsse nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte die 18-jährige angehende Abiturientin am Max- Planck-Gymnasium in Ludwigshafen.
Abstiegsgefahr im Hinterkopf
Man verpasste die Chance, sich vom Tabellennachbarn abzusetzen. Dabei macht Heidger kein Geheimnis daraus, dass die Abstiegsgefahr „schon im Hinterkopf“ sei. „Wenn man bisher fünf Spiele hintereinander nicht gewinnt, dann macht man sich Gedanken“, sagte Heidger. Die Freundin von Junioren-Nationalspieler Nils Röller, die in der zweiten Saison das rote TSG-Trikot trägt, kam von der VTV Mundenheim zu den Jungeulen, um den Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga zu schaffen. „Ich habe den Schritt nicht bereut, weil ich selbst merke, dass ich mich von Spiel zu Spiel weiterentwickeln kann“, sagte Heidger. „Ich bekomme hier meine Spielzeiten und spüre das Vertrauen der Trainerin.“
Talfahrt beschäftigt Team
Die Talfahrt beschäftigt die angehende Abiturientin. „Wir machen uns darüber schon Gedanken, aber wir müssen es als Ansporn sehen, es im nächsten Spiel besser zu machen. Dann werden die Punkte folgen“, bleibt Heidger optimistisch. Schon am übernächsten Wochenende steht der Doppelspieltag mit den Partien gegen TV Bodenheim und HF Köllertal an, wo die Eulen noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel wichtige Zähler einfahren wollen.
So spielten sie
TSG Friesenheim: Hoffmann, Hemmerich – Schneider (2), Rolland (1), Heidger (2) – N. Wendler (1), Stolle (5) – Schreyer (11/8) – Nicole Weschenfelder (3), Celina Weschenfelder, Rudolph, Wilhelm, Brenner.
TG Osthofen: Haag, Kleinewächter – Schmitt (15/3), Fahrnbach (3), Bott (5) – Schnaubelt (2), Blanz (1) – Graf (3) – Hauck, Knierim, Kohm, Thurow
Spielfilm: 4:2 (4.), 8:4 (13.), 10:4 (15.), 11:8 (20.), 11:11 (24.), 16:13 (29.), 19:17 (41.), 19:19 (44.), 21:21: (47.), 21:24 (51.), 22:26 (54.), 24:28 (58.) 25:29 (60.) - Siebenmeter: 10/8 – 4/4 . Zeitstrafen: 0/4 – Beste Spieler: Schreyer, Stolle – Schmitt, Bott – Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Towae/Jelicic (St. Ingbert).