Vorder- und Südpfalz Häusliche Gewalt: Laut Polizei fast 2500 Fälle

Diesmal wegen der Energiekrise nur im Netz zu sehen: Streifenwagen vorm beleuchteten Polizeipräsidium.
Diesmal wegen der Energiekrise nur im Netz zu sehen: Streifenwagen vorm beleuchteten Polizeipräsidium.

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. 2447 Fälle von häuslicher Gewalt wurden im Jahr 2021 allein im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz (Vorder- und Südpfalz) erfasst.

In 80 Prozent der Fälle sind laut Polizei Frauen betroffen, das heißt: 1958 Frauen haben im Jahr 2021 Gewalt in einer Beziehung erlebt. Betroffen seien Frauen aller sozialen Schichten. Gewalt gegen Frauen habe viele Gesichter: Demütigungen, Beleidigungen, Einschüchterungen, körperliche Angriffe, sexuelle Übergriffe. „Oft schweigen die Betroffenen aus Scham, Hilflosigkeit, Angst oder weil sie Schuldgefühle haben. Aber auch das Umfeld sieht oft weg, zum Beispiel die Nachbarn. Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht alleine sind. Die Polizei hilft und kann Unterstützungsangebote geben oder diese vermitteln“, heißt es aus dem Präsidium.

Ein Zeichen setzen

Der 25. November, der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, ist der jährliche Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen. Bis 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, will das Polizeipräsidium wieder ein Zeichen setzen und beteiligt sich an der Kampagne der Vereinten Nationen „Orange the World“. Wegen der Energiekrise soll das Behördenhaus dieses Mal aber nicht mit Lichtakzenten illuminiert werden. Die Unterstützung werde daher im Netz zum Ausdruck gebracht. Auf der Startseite (https://s.rlp.de/86q) wurde deshalb eine Aufnahme des orange beleuchteten Behördengebäudes aus dem Vorjahr platziert.

Ansprechpartner zum Thema in den Dienststellen oder die Opferschutzbeauftragte des Präsidiums, bei der sich Betroffene Frauen direkt melden können, sind unter Telefon 0621 963-1154 erreichbar.

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