Ludwigshafen Gutermann beflügelt Fußgönheim

FUSSGÖNHEIM. Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim hat weiter eine weiße Weste. Aus sechs Spielen hat das Team optimale 18 Punkte geholt. Am Sonntag, 15 Uhr, erwartet Fußgönheim den ASV Winnweiler, der mit einem 4:0-Sieg gegen Bad Kreuznach aufhorchen ließ.
„Wenn man oben steht, dann hat man mitunter das Glück, das einem fehlt, wenn es nicht so gut läuft“, spielt Trainer Jan Kamuf auf den 3:2-Erfolg in Zeiskam an. Das Siegtor für die Fußgönheimer fiel erst in der Nachspielzeit. „Die Südpfälzer waren stark und in der zweiten Halbzeit aggressiver als wir. In der vergangenen Saison hätten wir ein solches Spiel verloren“, glaubt der Coach. Kamuf hat eine Aufbruchstimmung ausgemacht, was sich darin ausdrücke, dass viele ASV-Fans das Team nach Zeiskam oder kürzlich zum Pokalspiel nach Horchheim begleitet haben. „Fußball ist jedoch ein schnelllebiges Geschäft. Wir wissen auch, wo wir herkommen“, dämpft der Trainer die Euphorie. Winnweiler kann durchaus ein unangenehmer Gegner sein, wie die Gastgeber in der Vorsaison beim mühsamen 2:1-Sieg festgestellt haben. Großen Anteil am Erfolg in Zeiskam hatte Kai Gutermann, der seine ersten beiden Verbandsligatore erzielte. Zuvor hatte er auch schon im Pokal getroffen. „Es ist gut gelaufen, auch weil ich mich jetzt absolut fit fühle“, nennt Gutermann einen Grund für die Tore. Er habe den Trainingsrückstand wegen einer Knochenhautentzündung aufgeholt und mittlerweile mehr Spielanteile. „Ich sehe mich als Allrounder, der im vorderen Bereich viele Positionen ausfüllen kann“, sagt der Großhandelskaufmann in Ausbildung. Am stärksten ist Gutermann, wenn er über den Flügel kommt und seine norme Schnelligkeit ausspielen kann, oder aber als eine von zwei Spitzen fungiert. „Kai macht es derzeit super, aber er kann noch mehr. Wenn er sich komplett an das Tempo gewöhnt hat, werden wir noch viel Freude an ihm haben“, glaubt Kamuf. Der 21-jährige Gutermann trägt beim ASV übrigens die Rückennummer 20, genauso wie sein Bruder Jan in Ruchheim. „Beim SVR hatte ich die 39, hier sollten wir uns zwischen 1 und 23 eine Ziffer heraussuchen. Die 20 war frei, aber ein bisschen habe ich auch an Jan gedacht“, erklärt Gutermann. Der Ludwigshafener SC bleibt im Tabellenkeller, weil die Partie gegen Hassia Bingen trotz guter Ansätze und einer 2:0-Führung mit 2:4 verloren wurde. Am Sonntag, 15 Uhr, gastieren die Hochfelder bei Aufsteiger Eintracht Bad Kreuznach, der Rang elf belegt. „In dieser Liga ist für uns kein Spiel ein Selbstläufer. Wir müssen unbedingt noch eine Schippe drauflegen“, fordert Trainer Michael Drese. Möglicherweise steht der 18 Jahre alte Flügelstürmer Meridon Haxhija wieder in der Startformation. Gegen Bingen war der quirlige, sehr bewegliche Angreifer einer der Aktivposten. „Er ist ein aufgeweckter Bursche, der unbekümmert ist, vorne draufgeht und rennt bis zum Umfallen“, urteilt der Übungsleiter über den flinken Haxhija, dessen Zwillingsbruder Menderim ebenfalls im Kader des LSC steht. Was ihm derzeit noch fehlt: Dort, wo die meisten Tore erzielt werden, sprich im gegnerischen Strafraum ist er noch nicht präsent genug. „Ich will im Team bleiben und werde im Training weiterhin Gas geben“, verspricht Meridon Haxhija. Seine Familie stamme aus dem Kosovo, er selbst habe in der Jugend beim FSV Oggersheim und in Frankenthal gespielt. „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik möchte ich mal werden“, hat der Fußballer konkrete Vorstellungen, welchen Beruf er später mal ausüben möchte. |thl