Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Grundsteinlegung: BASF investiert mit neuem Ausbildungslabor in die Zukunft

Grundsteinlegung für das neue Ausbildungsgebäude (von links): Matthias Flick (Ausbildungsleiter Laborberufe), Standortleiterin K
Grundsteinlegung für das neue Ausbildungsgebäude (von links): Matthias Flick (Ausbildungsleiter Laborberufe), Standortleiterin Katja Scharpwinkel, die Auszubildenden Cejada Karaca und Lorenz Scheuermann, Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) und Helmut Winterling, President European Verbund Sites.

Die BASF setzt ein Zeichen für die Zukunft: Mit einem zweistelligen Millionenbetrag entsteht ein modernes Ausbildungslabor, das ab 2027 Azubis auf ihre Berufe vorbereitet.

„Man sieht noch nicht viel auf dem Gelände, aber das Gebäude kann sich sehen lassen“, erklärte BASF-Vorstandsmitglied und Standortleiterin Katja Scharpwinkel bei der Grundsteinlegung für das neue Ausbildungslaborgebäude in der Brunckstraße. Es sei ein Versprechen an Ludwigshafen und die Metropolregion.

Ein Gruppenbild des Ausbildungsjahrgangs 2025, Wappen und Siegel der Stadt Ludwigshafen, ein 3D-Druck, der für den Dreiklang aus Ausbildung, BASF und dem Tochterunternehmen Wohnen & Bauen steht, sowie ein Erlenmeyerkolben als Symbol für die Laborberufe als Kernkompetenz des Unternehmens – das alles landete im Grundstein. Ab dem Ausbildungsstart im Herbst 2027 sollen die Auszubildenden aus den Bereichen Chemie, Biologie und Physik in dem neuen Gebäude auf ihr Berufsleben vorbereitet werden.

Der Neubau in der Brunckstraße, außerhalb des Werksgeländes, ersetzt das Gebäude J500, unmittelbar hinter der Aweta-Kurve, wo die Ausbildung seit 1957, also knapp 70 Jahre, zu Hause war. „Das zeigt, in welchen Zeiträumen wir denken“, erklärte Helmut Winterling, BASF President European Verbund Sites. Sein Dank galt der BASF Wohnen & Bauen (WuB), die den Neubau verantwortet, sowie der Heberger Gruppe als Generalübernehmer. Größte Herausforderung sei der Zeitfaktor, erklärte Heberger-Projektleiter Konstantin Merk, der auch auf die Vielzahl unterschiedlichster Gewerke eines schlüsselfertigen Laborgebäudes verwies. Die Dimensionen am Rande des WuB-Verwaltungsgebäudes seien ebenfalls beachtlich. „Allein in der Bodenplatte haben wir 60 Tonnen Stahl und 550 Kubikmeter Beton verbaut“, verriet er.

Bekenntnis zur Region

Bis das dreigeschossige und 13 Meter hohe Gebäude seine geplanten Ausmaße auf 4300 Quadratmetern erreicht hat, werden noch zahlreiche weitere Tonnen und Kubikmeter folgen. „Klar ist, dass im ersten Quartal 2027 die Übergabe stattfinden soll.“ Dann werden bis zum Stichtag 1. September, dem Ausbildungsbeginn, noch die Labore eingerichtet und letzte Kinderkrankheiten beseitigt. „Bis zu 20 Arbeiter“ seien dafür aktuell auf dem Gelände verteilt, schätzt Merk. In der Spitze sollen es 50 und mehr sein.

So soll der Neubau an der Brunckstraße aussehen.
So soll der Neubau an der Brunckstraße aussehen.

Sie alle sollen dazu beitragen, dass die BASF nicht nur einen baulichen Meilenstein feiern kann: „Wir setzen auch ein starkes Zeichen für unseren Standort und die Metropolregion Rhein-Neckar“, betonte Katja Scharpwinkel. Denn in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten habe das Bekenntnis zur Ausbildung besondere Aussagekraft. „Wir investieren hier, weil wir überzeugt sind, dass die Zukunft der Chemie genau hier beginnt: mit den Menschen, die wir ausbilden, mit den Ideen, die hier entstehen, und mit der Verantwortung, die wir für diese Region tragen.“ Es sei eine Investition in die Innovationskraft, ergänzte Winterling.

Die Vorzüge des neuen Gebäudes liegen laut Aussagen der Verantwortlichen nicht nur im durchdachten Raumkonzept, bei dem unnötige Wege eingespart wurden. Auch die Lage außerhalb des Werksgeländes spiele eine zentrale Rolle. So könne man das Gebäude problemlos für Bewerbungsgespräche oder Schulveranstaltungen nutzen, ergänzte Matthias Flick, Leiter der Ausbildung für Laborberufe. „Wir haben hier nicht nur ein Gebäude, sondern einen Lernort für die Zukunft.“ Denn es sei dem Unternehmen weiter wichtig, Auszubildende optimal auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Menschen wie Lorenz Scheuermann und Ceyda Karaca, haben ihre Ausbildung vor sechs Wochen begonnen – und werden zu ihrem dritten Lehrjahr das neue Gebäude beziehen.

Matthias Flick und die beiden Auszubildenden Lorenz Scheuermann und Cejada Karaca (von links) vor der Grafik des neuen Ausbildun
Matthias Flick und die beiden Auszubildenden Lorenz Scheuermann und Cejada Karaca (von links) vor der Grafik des neuen Ausbildungsgebäudes.

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) freute sich über das Bekenntnis zu Stadt und Standort: „Wer einen Grundstein legt, der zeigt, dass er an die Zukunft glaubt.“ Nur gemeinsam könne man diese Zukunft gestalten. Und die Ausbildung sei über viele Generationen ein Qualitätsmerkmal der BASF gewesen und solle dies auch künftig bleiben. Deshalb investiere das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag in das neue Gebäude an der Brunckstraße. Nicht nur das. Medical Center, neues Gefahrenabwehrzentrum oder eine neue Wärmepumpe am Steamcracker zwei seien weitere Investitionen in die Zukunft von Werk und Standort und damit auch für die Stadt, ergänzte Winterling.

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