Hallenfussball RHEINPFALZ Plus Artikel Große Vorfreude auf die Stadtmeisterschaft

Nach drei Jahrer Pause rollt in der Eberthalle der Ball bei der Stadtmeisterschaft wieder.
Nach drei Jahrer Pause rollt in der Eberthalle der Ball bei der Stadtmeisterschaft wieder.

Nach dreijähriger Pause aufgrund der Corona-Pandemie gibt es wieder eine Ludwigshafener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Der Anpfiff zur 40. Auflage des traditionsreichen Turniers erfolgt am Sonntag, 22. Januar, um 9 Uhr in der Eberthalle. Eine Frau kann das Masters kaum abwarten.

Bei der Stadtmeisterschaft gibt es dieses Mal eine gravierende Neuerung, wobei es eher eine Rückkehr zu Bewährtem ist: Das Fußballturnier findet wieder an einem Sonntag statt, nachdem es versuchsweise die letzten beiden Male samstags ausgetragen wurde. „Wir hatten gedacht, die Spieler hätten das Bedürfnis zusammen zu feiern. Die geplante Fußballparty im Anschluss an die Veranstaltung ist aber nicht wie gewünscht angenommen worden“, sagt Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). Die Spieler seien lieber ins eigene Vereinsheim gefahren, sodass sich alles schnell verlaufen habe. Eine Umfrage bei den Clubs habe ergeben, dass den Akteuren mehrheitlich der Sonntag lieber sei. An diesem Wochentag war das Masters jahrzehntelang ausgetragen worden.

Seit vielen Jahren bilden die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom), der Ludwigshafener Sportverband (LSV) und das Sportreferat der Stadt eine Veranstaltergemeinschaft. „Ganz wichtig ist, dass wir uns auf unsere Unterstützer, insbesondere Hauptsponsor BASF, verlassen können. Ohne sie wäre die Durchführung des Turniers kaum möglich“, unterstreicht Steinruck. Weil auf dem bisherigen Pokal kein Platz mehr für Sieger ist, hat Sponsor RPR1 einen neuen Wanderpokal gestiftet. „Der alte Pokal kommt in eine Vitrine bei der Stadtverwaltung“, erklärt Manuela Leising vom Sportreferat der Stadt, die die Fäden der Organisation in der Hand hält.

16 Teams nehmen teil

Steinruck war die Vorfreude auf das Turnier deutlich anzumerken. „Ich bin froh, dass die Stadtmeisterschaft wieder stattfindet. Mir kommt es so vor, als sei das letzte Turnier erst zwölf Monate her“, betont das Stadtoberhaupt. Das Wiedersehen nach so langer Pause werte die Veranstaltung zusätzlich auf. Zudem feiere man ein kleines Jubiläum, auf das alle stolz sein könnten. „Was sich 40 Jahre lang hält, kann nur gut sein“, schwärmt die OB. Ihr gefalle besonders die Emotionalität, die in der Halle herrsche. Vor allem, wenn ein vermeintlich Kleiner eine höherklassige Mannschaft besiegt. „Dann tobt die Halle“, schildert Steinruck mit glänzenden Augen diese besonderen Momente.

Vorfreude herrscht auch bei Lukom-Geschäftsführer Christoph Keimes, der wegen der zweimaligen Corona-bedingten Absage erstmals bei dieser Meisterschaft dabei sein wird. „Ich freue mich auf meine Premiere und werde meine fußballbegeisterten Söhne mitnehmen“, berichtet Keimes. Gespannt ist er auf die Stimmung. „Durch die unmittelbare Nähe von Spielfeld und Zuschauerplätzen dürfte die Stadtmeisterschaft für Spieler wie Publikum zu einem beeindruckenden Erlebnis werden“, glaubt der Geschäftsführer. Das Hallenmasters sei der erste Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Stadt.

70 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Winfried Ringwald, Vorsitzender des LSV, verdeutlichte, dass es trotz der Pause keine Probleme bereitet habe, das bewährte Moderatorenduo Stefan Kersthold und Dirk Nuber zu engagieren. Hallensprecher Kersthold informiert die Zuschauer beispielsweise über Torschützen, Spiel- und Tabellenstände, Nuber sorgt für die musikalische Unterhaltung. „Das Turnier funktioniert auch deshalb, weil rund 70 ehrenamtliche Helfer im Einsatz sind, die sich um Auf- und Abbau kümmern. Das ist ein eingespieltes Team“, erläutert Ringwald.

Bei der Stadtmeisterschaft, an der 16 Mannschaften von der Oberliga bis zur B-Klasse teilnehmen, geht es um Pokale und 1900 Euro Preisgeld. Ausgezeichnet werden zudem der beste Spieler, der stärkste Torhüter und der Torschützenkönig. Zusätzlich wird vom Marketingverein ein Preisgeld von 250 Euro an das fairste Team vergeben. „Die Eintrittspreise liegen unverändert bei sieben Euro. Ermäßigte Karten für Jugendliche ab 13 Jahre und Menschen mit Behinderung kosten fünf Euro. Eine Ermäßigung gibt es auch bei Vorlage der RHEINPFALZ-Card“, sagt Leising.

Übrigens: Am 18. Januar 2020 hatte sich der SV Südwest durchgesetzt und im Finale den BSC Oppau mit 3:1 geschlagen. Nach Doppelpack von Torschützenkönig Robby van Rahden und einem Tor von Dominik Brust erzielte der Oppauer Göran Garlipp den Ehrentreffer. Diese beiden Teams bestreiten nun das Eröffnungsspiel. „Da ging bei der Auslosung ein Raunen durch die Reihen der Vereinsvertreter“, erinnert sich Steinruck.

Informierten zur Stadtmeisterschaft: Winfried Ringwald, OB Jutta Steinruck, Christoph Keimes (von links).
Informierten zur Stadtmeisterschaft: Winfried Ringwald, OB Jutta Steinruck, Christoph Keimes (von links).
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