Ludwigshafen Große Sause hinter unscheinbaren Hecken
«Friesenheim.»Bei schönstem Wetter hat der BASF Kleingartenbauverein in der Anlage in Friesenheim sein Gartenfest gefeiert. Von Freitag bis Sonntag gab es Programm und deftige Pfälzer Kost. Außerdem wurden die schönsten Gärten prämiert und Jubilare geehrt. Am Sonntag war das beliebte Ponyreiten für die Kinder angesagt.
Über die Hecken an der Langgartenstraße hinweg lockten am Wochenende reife Kirschen, klangen lachende Kinder und gediegene Musik. Hier kommen Tag für Tag etliche Autofahrer vorbei, ohne auch nur zu ahnen, was für ein buntes Blütenparadies sich hinter dem ganz und gar unscheinbaren Buschwerk verbirgt. Der 358 Mitglieder zählende Kleingartenbauverein der BASF hat an dieser Stelle ein Domizil mit 220 Parzellen für seine Mitglieder gefunden. Traditionell beginnt das Fest des Kleingartenbauvereins am Freitag mit dem bunten Nachmittag der Vereinigung der BASF Pensionäre. Da machte das Wetter dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung: Ein gewaltiger Gewitterregen schreckte viele Senioren ab. Diejenigen, die kamen, durften jedoch einen bunten Nachmittag mit der Kultband Zwoa Spitzbuam erleben. Die Prämierung der schönsten Gärten war für Samstag angesagt. Eine Platzierung nahmen die Kleingärtner nicht vor und zeichneten dieses Jahr elf statt zehn Gärten aus, da die Jury einmal mit Punktgleichheit wertete. Bei den Jubilaren durften sich Heinz Scholz, Wolfgang Guth und Anton Eppel freuen, die für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Robert Donges und Gertrud Rausch wurden für 40-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet, Heinrich Plewik und Margot Plaschka für 25 Jahre. Am Abend spielte wie schon in den vergangenen Jahren die Band Four Seasons. Das Quartett hatte eine kleine Fangemeinde mitgebracht, die sofort für gute Stimmung sorgte. Bald wiegten sich die ersten Paare im Rhythmus. Zu ihnen gehörten Monika Bauer und Bianca Bernd. Ausgelassen tanzten sie einen Discofox, während sich ein Stück weiter ein Pärchen zu den Klängen des gleichen Songs am Cha-Cha-Cha versuchte. Monika Bauers Gatte Ernst-Jürgen verweilte derweil übrigens hinter seinem Tombola-Stand, er hatte zum Tanzen keine Zeit. „Bei mir gibt es keine Verlierer“, versicherte der Losverkäufer. Mit fünf Nieten kämen die vermeintlichen Verlierer in eine Sonderauslosung mit „attraktiven Preisen“. Attraktiv war das Fest auch für den Friesenheimer Wolfgang Schlerka, der verriet, dass er jedes Jahr am Freitag, Samstag und Sonntag kommt. „Ich kenne viele hier“, erzählte er. Die Freundlichkeit der Leute und die gute Stimmung seien für ihn das Schöne am Gartenfest. Auch der Vereinsvorsitzende war zufrieden. Mit der Konkurrenz von Parkfest und Fischerfest könne er leben, sagte Ludwig Barth: „Das haben wir jedes Jahr.“ Für den Samstag verbuchte er einen sehr guten Besuch. „Was uns rausreißt, ist die Band“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Frieder Reder. Am Sonntag lud der Frühschoppen zum Verweilen ein. Der Nachmittag gehörte den Kindern, die auf der Wiese tollten und die Hitze bekämpften, indem sie mit Wasser spritzten. Großen Andrang gab es beim Ponyreiten. „Da stehen die Kinder immer Schlange“, erzählte Ludwig Barth am Nachmittag.