Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Großartiger Auftritt des FC Arminia Ludwigshafen

Arminia-Trainer Chris Chorrosch durfte seinem Team applaudieren.
Arminia-Trainer Chris Chorrosch durfte seinem Team applaudieren.

Fußball-Oberligist FC Arminia Ludwigshafen hat sein Heimspiel gegen Neuling SC Idar-Oberstein nach einer überzeugenden Vorstellung 3:0 (2:0) gewonnen.

Die Zuschauer sahen vor allem in der ersten Halbzeit eine attraktive und extrem temporeiche Partie. Die Darbietung der Gastgeber war geprägt von hoher Laufbereitschaft, großer Spielfreude, bemerkenswerter Intensität, zahlreichen Zweikämpfen und der nötigen Aggressivität, wobei ihnen die Gäste in allen Bereichen kaum nachstanden. „Die ersten 30 Minuten waren richtig gut, auch weil wir effizient waren“, sagt FCA-Coach Chris Chorrosch, dessen Team einen ausgesprochen fitten Eindruck macht. Auffällig waren die vielen guten Umschaltmomente in beide Richtungen.

Schon die erste Möglichkeit ergab das Führungstor. Steffen Straub spielte den zweiten Eckball kurz zum im Strafraum postierten Ricardo Antonaci und bot sich an, damit Antonaci den Ball prallen lassen konnte. „Ich habe aber gesehen, dass Steffen zugestellt wird“, schildert der Mittelfeldspieler die Szene. Also drehte er sich um und überwand Torwart Tobias Edinger mit einer sehenswerten Bogenlampe ins lange Eck (11.). Die Arminia setzte nach. Nach einer weiteren Ecke, die zu kurz abgewehrt wurde, verlängert Wal Fall den Schuss von Nico Pantano mit der Hacke zu Noah Maier, der aus kurzer Distanz eiskalt abschloss (25.).

Neue Spielweise trägt Früchte

Der 20-jährige Maier kann als Prototyp für die veränderte Spielweise des FCA dienen. Sein ständiges Anlaufen, das hohe Pressing, das oft von ihm ausgelöst wird, stresste Idar-Oberstein gewaltig. Der Mittelstürmer, der seinen fünften Saisontreffer erzielte, absolvierte ein großes Laufpensum und ist zudem noch der Zielspieler für lang geschlagene Bälle. „Der Trainer erwartet das von mir. Mit dem frühen Attackieren kommen wir viel schneller wieder in Ballbesitz, auch weil wir höher stehen“, erklärt Maier. Chorrosch ist mit ihm derzeit sehr zufrieden: „Noah lässt die Bälle jetzt auch viel besser auf die nachrückenden Spieler klatschen.“

In der Viertelstunde vor der Pause drehte sich die Partie. Da spielte der Neuling mit mehr Zug nach vorne. „Da haben wir zu wenig gestört“, analysiert Antonaci. Der Trainer bezieht in diese Phase auch noch die zweite Halbzeit mit ein. „Wir hatten weniger Ballkontrolle und nach der Pause fast um ein Gegentor gebettelt“, moniert Chorrosch. Das lag auch daran, dass sich Idar-Oberstein in der umkämpften, oft wegen kleiner Fouls unterbrochenen Begegnung, verbissen um den Anschlusstreffer bemühte, aber nur selten zum Abschluss kam.

Hinten passt’s

Dass die Gäste nicht verkürzten, lag am guten Defensivverhalten der Arminen. „Wir haben überragend verteidigt“, spricht der Coach den Fakt an, dass der Gast nur zwei gute Chancen für Marius Botiseriu (36.) und David Bauer (54.) besaß. Die Viererkette, die erst zum zweiten Mal in dieser Formation zusammenspielte, leistete großartige Abwehrarbeit. Das Innenverteidigerduo mit Fall und Hasan Yalcinkaya harmonierte prächtig. In der Nachspielzeit gelang Martin Amoako auf Zuspiel von Pantano das 3:0. Der flinke Flügelstürmer ließ seinen Gegenspieler aussteigen und vollstreckte mit einem trockenen Linksschuss ins kurze Eck (90.+2).

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