Ludwigshafen Grünes Licht für Penny-Pläne

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Oppau bekommt einen neuen Penny-Supermarkt an der Edigheimer Straße. Der Ortsbeirat Oppau hat am Dienstagabend einstimmig die überarbeiteten Baupläne befürwortet. Nun muss noch der Stadtrat zustimmen. Start für den Neubau an der Ortsgrenze zu Edigheim könnte dann im Frühjahr sein.

Anke Münzner von der Stadtverwaltung stellte die Pläne vor: So soll der neue Supermarkt auf dem ehemaligen Gebege-Gelände entstehen, das an die Bahnlinie grenzt und zwischen der Hauptstraße und dem Ostring liegt. Die Verkaufsfläche des Discounters wird auf maximal 800 Quadratmeter begrenzt. Außerdem entsteht ein Kundenparkplatz mit knapp 60 Stellplätzen. Die Pläne für den Neubau waren bis Ende vergangenen Jahres ausgelegen. Es gab einige Stellungnahmen zu dem Projekt, die nun berücksichtigt werden sollen. Da der neue Supermarkt auch direkt an die Wohnbebauung grenzt, gibt es bei den Anwohnern Befürchtungen wegen des Lkw-Anlieferverkehrs, Lärmbelästigungen und optischen Beeinträchtigungen. Die Stadtverwaltung will diesen Sorgen Rechnung tragen. So soll es zwischen 22 und 6 Uhr ein Anlieferverbot geben. Die Fassade des Supermarkts, die an einige Privatgrundstücke grenzt, soll begrünt werden. Außerdem soll es um eine Grünfläche auf dem Gelände einen Zaun geben, damit am Supermarkt kein Treffpunkt für Trinker oder Jugendliche entsteht. Da auch nachts im Supermarkt Licht brennt, um Einbrecher abzuschrecken, befürwortet die Stadtverwaltung Jalousien an den Fenstern zur Nachbarschaft. Die Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (RNV) hat angeregt, dass die Bushaltestelle „Kurt-Schumacher-Straße“ in der Hauptstraße wegen des Supermarkts ein Stück weit verlegt werden soll. Dies wird von der Stadt noch geprüft. Fest steht: Auf Anregung der Deutschen Bahn wird es auf dem Supermarktgelände eine Ein- und Ausfahrtsregelung für Lastwagen geben. Da der Bahnübergang im Ostring für Linksabbieger bei der Ausfahrt vom Supermarktgelände kaum einsehbar ist, soll das Linksabbiegen dort verboten werden. Die Zufahrt für den Lieferverkehr soll ausschließlich über die Edigheimer Straße erfolgen. Die Laster sollen dann über den Kundenparkplatz am Ostring nach rechts ausfahren, erläuterte Stadtplanerin Münzner. Entsprechende Schilder sollen den Verkehr regeln. Für den Pkw-Kundenverkehr soll es keine Beschränkungen bei der Zufahrt geben. Gegenüber dem Ortsbeirat stellte die Planerin klar: „Das wird mit Penny alles vertraglich geregelt. Wenn die Auflagen nicht eingehalten werden, ist eine Vertragsstrafe fällig.“ Dies stieß auf einhellige Zustimmung des Ortsbeirats. Uneinigkeit herrschte beim geplanten Ausbau der Pilgerstraße. Ein Teilstück zwischen Weiherhofstraße und Jakobsgarten soll eine neue Fahrbahn und neue Gehwege bekommen. Die Verwaltung plant zwei Varianten: eine Sanierung ähnlich der bestehenden Straße oder einen verkehrsberuhigten Bereich. Die 15 Parkplätze sollen in beiden Varianten erhalten bleiben, auch wenn drei neue Bäume gepflanzt werden sollen. Über das zusätzliche Grün entbrannte ein Streit im Ortsbeirat. Roman Bertram (CDU) bezweifelte, dass die Bürger eine gepflasterte Straße mit Bäumen wollten. Frank Meier (SPD) meinte: „Wir sind offen für beide Varianten.“ Ortsvorsteher Udo Scheuermann (SPD) sagte: „Wenn neue Bäume gepflanzt werden können, dann sollten wir das tun.“ Bis Anfang Februar sollen die Betroffenen bei einer Anwohnerversammlung zur Sanierungsfrage gehört werden. 80 Prozent der Kosten von 210.000 Euro sollen die Anwohner über Ausbaubeiträge beisteuern. Auf Nachfrage der SPD informierte die Verwaltung außerdem über die aktuelle Belegung der beiden Asylunterkünfte in der Edigheimer Kranichstraße. Momentan seien vier von elf Wohnungen belegt. Dort lebten ausschließlich Familien – sieben Frauen, sieben Männer und zwölf Kinder aus Syrien und Afghanistan. Unter anderem die Belegung mit Familien hatte die Stadtspitze einer Bürgerinitiative zugesichert, die zunächst gegen den Standort mobil gemacht hatte. Laut Ortsvorsteher Scheuermann sollen im Erdgeschoss der beiden Schlichthäuser Räume für Sprachkurse genutzt werden. Die Volkshochschule werde den Flüchtlingen entsprechende Kurse anbieten. Eine Betreuung erfolge durch Sozialarbeiter und das Jugendamt.

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