Ludwigshafen Gewappnet sein für Staus und Unfälle

Per App in Echtzeit über Staus informieren. Das wäre eine Möglichkeit, Verkehre während des Hochstraßenabrisses sinnvoll zu lenk
Per App in Echtzeit über Staus informieren. Das wäre eine Möglichkeit, Verkehre während des Hochstraßenabrisses sinnvoll zu lenken.

Die Sanierung der Hochstraßen und ihre Folgen für Ludwigshafen und die Region: Das Thema treibt die CDU um. Ein Ergebnis ihrer Überlegungen: Die Partei fordert für den Stadtrat einen eigenen Ausschuss, der sich mit dem Thema Mobilität befasst, um gewappnet zu sein für die Verkehrsprobleme der Zukunft.

Staus, Dreck, Lärm – die nächsten zehn bis zwölf Jahre könnten für Ludwigshafen äußerst ungemütlich werden. Zunächst soll die marode Hochstraße Nord – wohl ab 2023 – abgerissen und durch eine ebenerdige Stadtstraße ersetzt werden. Danach ist die Sanierung der Südtrasse – wohl ab 2030 – geplant. Es droht ein Verkehrschaos, das vor allem Pendler betreffen wird. Mit 110.000 Jobs ist Ludwigshafen eine sogenannte Einpendlerstadt. Die BASF macht sich längst Gedanken, wie sie die außerhalb wohnenden Aniliner – außer mit der S-Bahn – ins Werk bekommt. Manche will sie direkt von ihrem Wohnort mit dem Bus abholen. Und natürlich beschäftigt den Konzern auch die Frage, ob der Lkw-Verkehr künftig fließt. Ein weiträumiges Umleitungskonzept der Stadt ist längst in der Mache. Mit „Thesen zur Zukunft der Mobilität in Ludwigshafen“ hat sich drei Monate vor der Kommunalwahl zuletzt auch die CDU beschäftigt – auch wenn sie der individuellen Entscheidung der Bürger weiter Priorität einräumt. „Jeder Ludwigshafener bestimmt selbst, wie er am besten von A nach B kommt“, stellen die CDU-Sprecher klar. Klar sei auch, egal ob innerstädtische Verkehre, Pendler- oder Warenströme: Für alle Fragen müsse die Politik Antworten formulieren, planerisch, organisatorisch und finanziell. Dann folgt neben dem Verweis auf den „Masterplan nachhaltige Mobilität“ und viel Herausforderungs-Blabla tatsächlich auch ein konkreter Ansatz für die Politik: Diese sollte einen Ausschuss im Stadtrat installieren, der sich dem Thema Mobilität widmet: „Hier sollten auch bürgerschaftliche Mitglieder aus dem Bereich der Wirtschaft, der Fahrradverbände oder der Senioren mitarbeiten können. Wir brauchen diese Expertise“, betont die CDU. Denn: Ein solches Gremium könne sich direkt mit den entsprechenden Gruppen der Nachbarstädte, des Landkreises und der Metropolregion austauschen und Lösungen im Verbund erarbeiten. Die weiteren Forderungen der CDU sind: Das Land müsse den Öffentlichen Nahverkehr finanziell besser ausstatten. Das Radwegenetz müsse ebenso wie Bus- und Bahn-Taktzeiten ausgebaut werden. Neue Stadtbahnlinien sollten in den Landkreis verlegt werden. Verkehrsteilnehmer sollten etwa per App in Echtzeit über Unfälle oder Staus informiert werden. Und es müsse in Firmen über veränderte Arbeitszeitmodelle nachgedacht werden. Das jedenfalls will die CDU alles in ihr Wahlprogramm packen.

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