Ludwigshafen Gemeinsam unterwegs

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Die Band „Regenbogen“ lädt am Sonntag, 6. Dezember, zur „Einstimmung in den Advent“ in die katholische Kirche St. Medardus.

Für alle, die im Advent einmal bewusst zur Ruhe kommen oder sich einfach eine Auszeit vom Alltag nehmen möchten, bietet die „Einstimmung in den Advent“ am zweiten Adventssonntag um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Medardus eine gute Gelegenheit. Die Band „Regenbogen“ organisiert diese besinnliche Stunde schon seit über 20 Jahren. Für die Bandmitglieder selbst ist es einer der Höhepunkte im Jahr und viele ihrer Zuhörer kommen immer wieder. Wie schon seit Jahren ist auch dieses Mal die Blaskapelle Mutterstadt wieder dabei und Stefan Franz von der protestantischen Kirchengemeinde spielt Orgel. Besonderer Gast ist das Gitarrenensemble Chanterelle von der Musikschule des Rhein-Pfalz-Kreises. Die fünf Musiker und ihre beiden Lehrer Bine Stolle und Klaus-Peter Eschelbach spielen ein Medley aus südamerikanischen Weisen. Alles in allem verspricht die Band „Regenbogen“ eine abwechslungsreiche besinnliche Stunde, eine bunte Mischung aus Liedern der Band, Orgelstücken, Adventsliedern zum Mitsingen, Bläsersätzen, Gitarrenmusik und besinnlichen Texten. „Es ist eine ruhige Veranstaltung, da kann man adventlich runterfahren. Es gibt keine riesen Predigten, eher kleine Texte zum nachdenken“, sagt Heinz-Peter Käufer, der für den Rhythmus in der Band sorgt. „Unterwegs“ lautet das Thema in diesem Jahr, denn unterwegs sind zur Zeit so viele: die Christen sind unterwegs auf dem Weg zum Weihnachtsfest, die vielen Flüchtlinge sind unterwegs auf der Suche nach Frieden und Geborgenheit und die Gemeinde St. Medardus ist unterwegs von der Eigenständigkeit hin zu einer von sechs Gemeinden der neuen Pfarrei St. Sebastian, die am ersten Adventswochenende offiziell gegründet wird. Deswegen findet die Einstimmung in den Advent in diesem Jahr ausnahmsweise am zweiten Adventssonntag und nicht wie üblich am ersten statt. Es wird die erste Veranstaltung in der neuen, großen Pfarrei sein. Die Band „Regenbogen“ gibt es schon seit 43 Jahren. „Wir sind ein bisschen wie ein altes Ehepaar, sind gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen und wild entschlossen weiter zu machen“, ist aus dem Kreis der Band zu hören. Einige sind schon Jahrzehnte dabei, andere später dazu gekommen. Georg Englmann ist das einzige Gründungsmitglied unter den momentan sieben Musikern. Er war gerade mal 17 Jahre alt, als der damalige Mutterstadter Pfarrer 1971 eine Rhythmus-Band in den Gottesdienst einlud. Alle waren begeistert und Englmann beschloss: „Das können wir selbst, wir gründen auch eine solche Band“. Ein Jahr später spielte die Band „Regenbogen“ zum ersten Mal am Ostermontag im Gottesdienst. Acht junge Musiker waren es damals. Viele Musiker sind seitdem gekommen und gegangen, etliche haben die Musik später zu ihrem Beruf gemacht. Martina Englmann, die später als Sängerin zu Band stieß, war selbst überrascht, dass sie zum 40-jährigen Jubiläum der Band 42 ehemalige Mitglieder einladen konnte. Einiges hat sich geändert. Es gab Zeiten mit jauliger E-Gitarre und Zeiten, in denen Streichinstrumente vorherrschten. Für Bernd Albert, dem Keyboarder der Band, der auch schon sehr lange dabei ist, war das jedes Mal eine Herausforderung: er arrangiert die Lieder, schreibt die Stücke auf die Instrumente und die Fähigkeiten der jeweiligen Musiker zu. Auch die Technik hat mittlerweile Einzug bei der Band gehalten. „Ohne Mischpult geht in großen Kirchenräumen gar nichts mehr“, sagt Georg Englmann, der seinen Bass längst an die Wand gehängt hat und jetzt für die richtige Tonqualität sorgt. Die Band möchte die Botschaften ihrer Lieder schließlich glasklar rüberbringen. „Das ist uns ganz wichtig“, sagt Martina Englmann. Nicht nur die Botschaft, auch die Gefühle. Die Musiker singen, um ihren Glauben auszudrücken, aber auch um andere zu erreichen, auch Menschen, die mit dem Thema Kirche vielleicht nicht viel anfangen können. Inzwischen gibt es vier CDs von der Band „Regenbogen“. Die Musik der Band ist so farbig wie ein Regenbogen, sie reicht von vierstimmigen Gesang bis zu rhythmischer poppiger Musik. Rhythmus haben auch die Adventslieder am Sonntag, doch insgesamt natürlich eher beschaulich. Die Adventslieder sind auch für uns etwas Besonderes, dafür haben wir zum Teil spezielle Arrangement“, sagt Silke Stanek (Geige und Gesang).

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