Ludwigshafen Gelebtes Gemeinschaftsgefühl

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In der hektischen Vorweihnachtszeit innehalten und kurz eine Auszeit nehmen: Dies ist bei den Stationen der lebendigen Adventskalender möglich. In Neuhofen, Dannstadt-Schauernheim und Schifferstadt (siehe Kasten) sind Besucher eingeladen.

In Neuhofen stellen die Akteure ihren lebendigen Adventskalender in diesem Jahr unter ein Motto: Sie widmen ihre Haltestellen den Menschen, die noch fremd sind und womöglich hier ihre Heimat finden. „Wir haben das Flüchtlingsthema aufgegriffen und da befasst sich jede Veranstaltung mit einem bestimmten Aspekt“, sagt Initiator Ralph Gölzer. Der evangelische Pfarrer hat am ersten Termin am Freitag, 27. November, um 18 Uhr vor der protestantischen Kirche Mitstreiter von der Kindertagesstätte „Schatzkiste“ dabei. Sie stellen Weihnachtsbräuche aus fernen Ländern vor. Am Freitag, 4. Dezember, begrüßt Pastoralreferentin Doris Heiner Besucher um 18 Uhr vor der katholischen Kirche, Ralph Gölzer kommt am Dienstag, 8. Dezember, um 16 Uhr vor die Pro Seniore Residenz. Das Team der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde gestaltet den lebendigen Adventskalender am Freitag, 18. Dezember, um 18 Uhr in der Benzstraße. Letzte Station ist am Freitag, 18. Dezember, im protestantischen Pfarrgarten, wo Ralph Gölzer vom Posaunenchor begleitet wird. Die Ortswahl hat einen besonderen Grund. Im Pfarrhaus leben mittlerweile einige Flüchtlinge, etwa aus Eritrea, aus Georgien und aus dem Iran. Natürlich gehören die neuen Mitbürger nicht immer einer christlichen Religion an. Aber sie sind zu dem lebendigen Adventskalender herzlich eingeladen, sagt Gölzer. Auch in Schauernheim öffnen sich wieder montags und mittwochs in der Adventszeit Fenster und Türen zum „Lebendigen Adventskalender“. Seit fast 15 Jahren stimmt diese Tradition mit kleinen Momenten der Besinnung an sieben Abenden auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Der Ablauf wiederholt sich an jedem Abend: Treffpunkt ist um 18 Uhr vor der Melanchthon-Kirche in der Hintergasse, von der die Glocken läuten. Die Gruppe wird dann von jemandem mit einer Laterne zu dem Haus geführt, an dem sich an dem jeweiligen Abend das Adventsfenster oder die Adventstür öffnet. Nach dem Lied „Machet die Türen auf und die Herzen weit“ präsentieren die Gastgeber des Abends vor liebevoll weihnachtlich geschmückten Fenstern, Türen, Höfen oder Gärten etwa 20 bis 30 Minuten lang Lieder, Geschichten oder kleine Theaterstücke. Im Anschluss gibt es in der Regel noch ein kurzes Beisammensein bei Glühwein, Tee, Kinderpunsch und etwas Gebäck. „Dies ist ein schöner, ruhiger Tagesabschluss in der ansonsten so hektischen Zeit“, sagt die evangelische Gemeindepädagogin Beate Özer, die mit der Organisation betraut ist. „Es ist gerade für unsere Konfirmanden ein besonderes Erlebnis und sie freuen sich schon sehr darauf.“ Gastgeber sind in diesem Jahr neben Privatleuten die Kindertagesstätte, die Grundschule und der Gesangverein. Dieser hat sich mit dem Bétheny-Platz im Neubaugebiet Schauernheim-West einen speziellen „Adventsfenster-Ort“ ausgesucht und möchte damit die Neubürger in die Tradition des Ortes einbinden und ihnen Kontaktmöglichkeiten bieten. „Gemeinschaft zu spüren ist ein wichtiges Moment des Lebendigen Adventskalenders“, sagt Özer. „Aus diesem erlebten Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Dorfes kann man wieder Kraft schöpfen, die Herzen auch für andere weit zu machen und sich den Herausforderungen, die auch gerade aktuell an uns herangetragen werden, zu stellen.“ Die Termine des lebendigen Adventskalenders in Schauernheim sind wie folgt: Montag, 30. November, 7., 14. und 21. Dezember sowie Mittwoch, 2., 9. und 16. Dezember, jeweils um 18 Uhr. (bmx/acl)

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