Ludwigshafen Gedenken an Explosion

Die Kesselwagenexplosion im Juli 1948 forderte über 200 Tote und 3800 Verletzte.
Die Kesselwagenexplosion im Juli 1948 forderte über 200 Tote und 3800 Verletzte.

Mit einer Kranzniederlegung gedenken heute die Stadtverwaltung und die BASF der Opfer der verheerenden Kesselwagen-Explosion im Chemiewerk vor 70 Jahren.

Am 28. Juli 1948 explodierte um 15.43 Uhr im Werksteil Süd ein Kesselwagen, der mit 30 Tonnen Dimethyläther beladen war. 207 Menschen starben bei dem Unglück, über 3800 wurden verletzt. In Ludwigshafen und der gesamten Region wurden Gebäude zerstört oder beschädigt (wir berichteten). Nach einer der größten Katastrophen in der Industriegeschichte erfuhren die Stadt und die BASF eine Welle der Hilfsbereitschaft. Die Toten des Unglücks wurden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung unter anderem in Ehrengräbern auf dem Hauptfriedhof und dem Friedhof in Friesenheim bestattet. Dort finden auch heute die Gedenkfeierlichkeiten statt. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) und BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller legen zum Gedenken an die Verstorbenen um 11 Uhr auf dem Hauptfriedhof und um 11.30 Uhr auf dem Friedhof Friesenheim Kränze nieder. Das „BASF-Ehrenfeld 1948“ auf dem Hauptfriedhof liegt in der Nähe des Eingangs Bliesstraße. Auf dem Friedhof Friesenheim befindet sich das Ehrenfeld auf der westlichen Seite in Richtung Völklinger Straße. Zum Weiterlesen Lisa Sanner hat das Buch „Als wäre das Ende der Welt da. Die Explosionskatastrophen in der BASF 1921 und 1948“ geschrieben. Es ist im Stadtarchiv und im Buchhandel erhältlich.

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