Ludwigshafen Güter aufs Gleis

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Das Kombiverkehrsterminal (KTL) auf dem BASF-Gelände hat am Wochenende sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Das Terminal im Norden der Stadt ist eine Warendrehscheibe für Schiene und Straße. Hier werden verschiedenste Waren umgeschlagen. Der Ausbau des Umschlagplatzes hat wegen der Zunahme des Zugverkehrs bei Anwohnern für viele Diskussionen gesorgt.

KTL-Betreiber sind neben der BASF vier externe Unternehmen aus der Logistikbranche. Das Terminal wurde im Norden des BASF-Werksgeländes angesiedelt, um Transportverkehr aus der Stadt zu verlagern. Eine Bürgerinitiative gründete sich vor einigen Jahren, um gegen die Belastung durch den Güterzugverkehr in den Stadtteilen entlang des Gleises zum Terminal zu protestieren. BASF, Stadt und Bahn vereinbarten am runden Tisch ein rund zwei Millionen Euro teueres Lärmschutzpaket entlang der eingleisigen Strecke die an Oggersheim, Friesenheim, Edigheim und Oppau vorbeiführt, um die Beeinträchtigungen zu verringern. Offenbar mit Erfolg, denn beim KTL sind in den vergangenen Monaten keine Beschwerden mehr eingegangen. Hintergrund: Mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Betreiberfirma KTL ist auch die Zahl der Züge gestiegen, die täglich dorthin rollen. In mehreren Ausbaustufen sind die Anlagen von ursprünglich sieben auf 13 Umschlaggleise und von fünf auf acht Portalkräne erweitert worden. 80 Millionen Euro wurden investiert. Mittlerweile rollen jeden Tag bis zu 113 Züge über das Gleis. 60 Züge transportieren Container und Sattelschlepperauflieger für Kunden in der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar. Die restlichen Züge fahren über die Strecke ins BASF-Werk. „Der BASF-Anteil macht bei uns etwa 40 Prozent aus“, sagt KTL-Geschäftsführer Ralf Dahlinger (50). Er folgte im April auf Roland Klein, der in Ruhestand ging. Neben Chemikalien werden die unterschiedlichsten Waren umgeschlagen: Baustoffe, Lebensmittel oder Autoteile. „Wir haben die ganze Metropolregion als Einzugsgebiet“, erläutert Dahlinger. Im Terminal, das zwischen dem Gewerbegebiet Nachtweide und der BASF liegt, sind 185 Stellen entstanden. Im Jahr 2000 war das Terminal eröffnet worden, bereits 2004 wurde es erweitert. Die Fläche vergrößerte sich auf 260.000 Quadratmeter, was etwa 38 Fußballfeldern entspricht. 2012 erfolgte die dritte Ausbaustufe, nachdem der Warenumschlag seit der Inbetriebnahme um 290 Prozent gewachsen war. Geschäftsführer Dahlinger zieht nach 15 Jahren Betrieb eine positive Bilanz: „Wirtschaftlich gesehen ist das Terminal eine Erfolgsgeschichte. Wir sind gut ausgelastet, aber noch nicht an der Kapazitätsgrenze.“ Weitere Ausbaupläne gebe es daher nicht. Das Jubiläum und auch die Einweihung der neuen Werkstatthalle (Investitionssumme 500.000 Euro) auf dem Gelände wurde am Sonntag mit Geschäftspartnern, Anteilseignern und Mitarbeitern gefeiert. In der Halle, die nach einem bei einem Unfall ums Leben gekommenen Mitarbeiter benannt ist, werden Fahrzeuge und Container repariert. Die großen Kräne schlagen pro Jahr mittlerweile knapp 400.000 Ladeeinheiten um – Container und Auflieger für Sattelschlepper. Die Güterzüge fahren unter anderem bis nach Norditalien, Spanien, nach Holland, Polen und Norddeutschland. Bisher sind vier Millionen Container umgeschlagen worden. „Wir entlasten die Autobahnen jeden Tag um Lkw-Kolonnen in einer Länge von 25 Kilometern“, rechnet Geschäftsführer Ralf Dahlinger vor.

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