Ludwigshafen Fussball: Schokoladentag versüßt die Heimbilanz

FUSSGÖNHEIM. Riesenfreude im Lager des Fußball-Verbandsligisten ASV Fußgönheim: Nach fünf weniger erfolgreichen Heimspielen buchte die Mannschaft am Samstag mit einem 3:2 (1:1)-Erfolg über den TB Jahn Zeiskam endlich den ersten Heimsieg in dieser Saison. Es war Schwerstarbeit gegen einen überraschend spielfreudigen Tabellenletzten, wofür der ASV belohnt wurde.
„Die bisher beste Saisonleistung meiner Mannschaft. Sie hat hundert Prozent abgerufen“, lobte Spielertrainer Christian Schäfer nach einer begeisternden und abwechslungsreichen Partie, zu der auch die Gäste mit einer offensiven Spielweise einen gehörigen Beitrag leisteten. Schäfer selbst ging auf dem Kunstrasen mit riesigem Laufpensum, zielgenauen Pässen und bedingungslosem Körpereinsatz voran. Er war am Samstag Garant für den ersten Heimsieg des ASV. Mit einem spektakulären „Hammer“ in den Zeiskamer Torwinkel zum zwischenzeitlichen 3:1 (70.) krönte der Coach seine Superleistung. Mit einem Augenzwinkern bewies er manchen Kritikern in Fußgönheim, dass er als „alter Mann“ immer noch herzerfrischende Leistungen zu bieten vermag. Einen sicheren Torwart Kevin Knödler im Rücken, der mehrmals prächtig parierte und damit seine Elf nach dem überflüssigen 0:1-Rückstand (4.) vor weiteren Gegentoren bewahrte, zelebrierte der ASV zeitweise beispielhaften Offensivfußball. „Es war hart, aber wir wussten, dass Zeiskam weitaus besser ist, als es der Tabellenstand ausweist“, sagte Vitali Roth erleichtert. Auch er erwischte einen Schokoladentag, traf zum schnellen 1:1-Ausgleich (8.), als er sich einem Dutzend Zeiskamern davonstahl. Pech für Roth, dass ein toller Flugkopfball nach Bischoffs Freistoß vorbeizischte (44.) und einer seiner mutigen Schüsse an die Latte klatschte (73.). „Auswärts ist unsere positive Serie gerissen, jetzt starten wir eine Siegesserie zu Hause“, schmunzelte der ASV-Kapitän. Dass die Fußgönheimer trotz 3:1-Vorsprung (Nils Nebel hatte nach Sanli-Pass das 2:1 erzielt) am Ende doch zittern mussten, lag an den willensstarken Gästen, die den Ball nie verloren gaben. Der ASV nahm den Kampf an. „Deshalb dürfen wir auf unsere Leistung besonders stolz sein. Ich hoffe, dass zu Hause jetzt der Knoten geplatzt ist“, sagte Daniel Brenner.