Ludwigshafen Fussball: Mutterstadt mit breiter Brust bei Südwest

Ludwigshafen. „Es ist so ziemlich alles schief gelaufen“, kommentiert der Trainer des SV Südwest Ludwigshafen Cem Islamoglu, die jüngste 0:5-Niederlage in Billigheim-Ingenheim. Heute ist daher Wiedergutmachung angesagt. Um 19 Uhr kommt die FG Mutterstadt zum Derby in der Fußball-Bezirksliga.
Der frühe Platzverweis für Arber Zogaj und die leicht vermeidbaren Tore danach hätten den SV Südwest trotz passablem Start in Billigheim-Ingelheim aus der Bahn geworfen. „Wie wir den Gegner zu Toren einluden, das darf nicht passieren“, ärgert sich Islamoglu. „Ich hoffe, dass wir gegen Mutterstadt, endlich das umsetzen, was wir in der guten Vorbereitung gelernt haben“. Die Gäste, so ist sich Islamoglu sicher, werden „nach zwei respektablen Siegen mit breiter Brust“ aufkreuzen und Südwest vor eine knifflige Aufgabe stellen. Im Defensivverhalten und beim Spielaufbau muss die Mannschaft konzentrierter arbeiten, fordert der Trainer. Torjäger Geri Hasa (Leistenbeschwerden) fehlt. Stattdessen geben Neuzugang Ercan Arslan und Mert Hizarci ihren Einstand. Auch Co-Trainer Nauwid Amiri steht in der Startelf. Nach zwei Auftaktsiegen ohne Gegentor kann die FG 08 Mutterstadt mit breiter Brust beim SV Südwest antreten. „Auch wenn die Leistung in der Partie gegen Freinsheim nur durchwachsen war, können wir selbstbewusst sein“, sagt Trainer Erdem Kar. Der Coach ist derzeit auch als Moderator gefragt, denn er muss einigen Spielern des üppigen Kaders den Platz auf der Bank erklären und sie bei Laune halten. „Alle wussten, auf was sie sich einlassen. Wir haben bei der Verpflichtung besonders auf die Charaktere geachtet“, erklärt Kar. Der Coach ist davon überzeugt, dass bei vielen jungen Spieler, die ihr erstes Bezirksligajahr hinter sich gebracht haben, in dieser Runde eine Stabilisierung zu erwarten ist und sie einen weiteren Leistungsschub bekommen. Wie stark die FG derzeit ist, belegt ein Beispiel. Timo Behling ersetzte gegen Freinsheim nach nur zwei Trainingseinheiten infolge von Urlaub und Erkrankung den gesperrten Fabian Gaupp nahtlos. Jetzt ist Gaupp wieder frei und Kar hat mit ihm, Behling und Schulz drei starke Innenverteidiger und ein Luxusproblem. In der Offensive ist es nicht anders. So konnte es sich der Trainer leisten, gegen Freinsheim seinen Stoßstürmer Kai Ringelspacher auf die Bank zu setzen. |crd/thl