Ludwigshafen Fußgönheims Stürmerproblem

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LUDWIGSHAFEN. Nach wie vor fünf Punkte beträgt der Rückstand des akut abstiegsgefährdeten Fußball-Verbandsligisten Ludwigshafener SC auf Vordermann FSV Offenbach. Am Samstag, 16 Uhr, erwarten die Hochfelder den ASV Idar-Oberstein, der sich mit zehn Punkten aus den vergangenen fünf Partien auf Platz neun verbessert hat.

An das spektakuläre Hinspiel wird sich jeder erinnern, der es gesehen hat. 1:4 lag der LSC zurück, glich nach einer furiosen Aufholjagd zum 4:4 aus, und stand nach dem 5:4 für die Gastgeber in der vierten Minute der Nachspielzeit am Ende doch mit leeren Händen da. Für viele war das eine der Partien, die den Saisonverlauf negativ beeinflusst haben. Da Offenbach neben fünf Zählern Vorsprung auch das leichtere Restprogramm als der LSC hat, gibt sich niemand mehr irgendwelchen Illusionen hin. „Wir planen für die Landesliga“, sagt Sportchef Jakob Brunn. Den etwas kleinlaut verkündeten Abschied von Sturmhoffnung Rosario Vinciguerra nach Speyer hat der erfahrene Funktionär mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen. „Rosario hatte uns vor Wochen zugesagt. Jetzt geht er, das ist bedauerlich. Doch deswegen habe ich keine schlaflosen Nächte. Er ist in all den Jahren nicht der Erste, der sich trotz Zusage anders entschieden hat und wird nicht der Letzte sein.“ Aus anderem Holz ist Verteidiger Patrick Corell geschnitzt. Der 27 Jahre alte Abwehrspieler, der vor der Saison aus Frankenthal gekommen war, bekennt sich zum LSC. „Ich habe mein Wort gegeben, und dazu steht ich“, betont Corell. Der Abwehrspieler spielte gegen Morlautern erstmals auf der Außenbahn. „Diese Rolle ist mir nicht fremd, ich habe auch in Frankenthal mitunter Rechtsaußen gespielt“, sagt der Groß- und Außenhandelskaufmann. Trainer Toni De Simone erklärt die Versetzung des zweikampfstarken Corell wie folgt: „Morlautern hat offensive Außenverteidiger. Patrick hat mit seiner enormen Schnelligkeit gut dazu gepasst und hat das prima gelöst.“ Ebenfalls am Samstag (15 Uhr) erwartet der ASV Fußgönheim den ehemaligen Oberligisten Alemannia Waldalgesheim, der seine Aufstiegshoffnungen früh begraben musste. Gewinnt der ASV, dürfte ihm der sechste Platz in der Gesamtabrechnung nicht mehr zu nehmen sein. „Defensiv haben wir uns sehr verbessert“, freut sich Trainer Jan Kamuf. Nur sechs Gegentore in den acht Partien nach der Winterpause bestätigen ihn. Dem steht die Abschlussschwäche entgegen. Vier Tore erzielten die Fußgönheimer in Ingelheim, in den übrigen sieben Partien seit Anfang März gab es nur fünf Treffer. „Deshalb suchen wir fieberhaft nach einem gefährlichen Stürmer“, erklärt Kamuf. Vielleicht bleibt der sich in Topform präsentierende Mittelfeldspieler Vitalij Roth, doch beim Verbandsligateam, statt in der Reserve zu kicken. „Er kann zwar nur zweimal pro Woche trainieren, aber ich mache mir Gedanken, ob ich für ihn nicht eine Ausnahme mache“, verdeutlicht der Coach. Die Tür sei offen. Roths Arbeits- und Teamkollege Niko Matios hat seinen Vertrag verlängert. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger spielt ein gute Saison. (thl)

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