Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Fußgönheim rutscht wieder auf einen Abstiegsplatz

Gianluca Mamone vom ASV Fußgönheim scheitert vor dem Steinwendener Tor. Links: Daniel Meisenheimer.
Gianluca Mamone vom ASV Fußgönheim scheitert vor dem Steinwendener Tor. Links: Daniel Meisenheimer.

Zwei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Verbandsliga steht der ASV Fußgönheim wieder auf einem Abstiegsplatz. Mit 0:1 (0:0) verlor das Team von Fisnik Myftari gegen den SV Steinwenden.

Die Spieler des ASV Fußgönheim mussten sich nach der Begegnung gegen Steinwenden einige markige Worte ihres Trainers Finsik Myftari anhören, ehe der ASV-Coach sein Team in die Kabine schickte. „Das war eine Einstellungssache“, ärgerte sich der Übungsleiter. Der Gegner habe den Sieg mehr gewollt, sagte Myftari.

Dieser angesprochene Siegeswille war vor allem beim Tor des Tages in der 78. Spielminute sichtbar. Einen langen Ball zwischen ASV-Torhüter Jannis Meister und die Abwehrreihe erlief der eingewechselte SV-Stürmer David Höft und schoss sehenswert ein. „Das war schon zu verteidigen. Für mich muss der Torwart ganz klar raus“, ärgerte sich Myftari.

Doch so glücklich das Tor für die Gäste auch fiel, es war nach einem Chancenwucher in der ersten Halbzeit verdient. Dort scheiterten sowohl Nico Christmann als auch mehrmals Sebastian Schäfer. Wirklich brenzlig wurde es nach einer Ecke der Westpfälzer, als ASV-Rechtsaußen Ugwunna Amadi auf das eigene Tor köpfte, die Situation jedoch bereinigt werden konnte. Erst in der zweiten Halbzeit schaltete sich der flinke Flügelspieler so richtig in die Offensive ein. Er war es auch, der Führungschance vergab. Nach einem langen Ball von Innenverteidiger Kelly Botha, den der einwechselte Niko Pavic perfekt weiterleitete, scheiterte Amadi mit seinem Versuch knapp.

Öczan vergibt Ausgleichschance

Fußgönheim wirkte wieder strukturierter. „Man hat gemerkt, dass die Körpersprache eine andere war und dass wir auf die zweiten Bälle gehen“, fand Myftari auch lobende Worte für sein Team und insbesondere für Sturmtank Pavic. Er war es, der nach dem Führungstreffer der Gäste eine große ASV-Chance vorbereitete. Im Strafraum bediente Pavic den ebenfalls eingewechselten Mittat Öczan, der den Ball aus fünf Metern nur noch im Tor unterbringen musste. Mit seinem Versuch scheiterte der Linksaußen jedoch am glänzend aufgelegten Daniel Lembach im Tor des SVS. „Das Tor hatten wir heute nicht verdient. Dafür hatten wir zu wenig Laufbereitschaft“, fasste Myftari zusammen.

Er erkannte auch Parallelen zu einem Bundesligisten. „Das ist das Freiburg-Problem. Wenn es darauf ankommt, nochmal nachzulegen und final richtig zu beenden. Aber daran merkt man, dass wir viele unerfahrene Spieler haben“, erklärte Myftari. Für dessen Team ist nach der Niederlage nichts verloren. Die Chance auf den Klassenverbleib ist nach wie vor greifbar. „Es sind noch zwei Spiele zu spielen. Ich bin mir sicher, dass wir gegen Bad Kreuznach und Hohenecken nicht chancenlos sind“, sagt der Coach selbstbewusst.

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