Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Fußgönheim kommt ins Rollen

Fußgönheims Hakan Yildiz (Mitte) kann sich hier gegen Dogukan Tüysüz (links) und Richard Ofosu von Bingen behaupten.
Fußgönheims Hakan Yildiz (Mitte) kann sich hier gegen Dogukan Tüysüz (links) und Richard Ofosu von Bingen behaupten.

Es läuft beim Verbandsligisten ASV Fußgönheim. Am Mittwoch feierte das Team mit dem 3:1 (1:1) über Hassia Bingen seinen vierten Erfolg in Folge. Die Siegesserie soll am Sonntag (15.30 Uhr) beim Gastspiel bei TuS Steinbach ausgebaut werden.

Die Freude über den Sieg war ihm schon von Weitem anzumerken. Fisnik Myftari, Trainer des ASV Fußgönheim, strahlte und war glücklich über das Gesehene. Sein Team war über die kompletten 90 Minuten die bessere Mannschaft und gewann verdient gegen den direkten Konkurrenten aus Bingen. „Es war hochverdient“, lobte er seine Mannschaft. Diese hätte tatsächlich noch höher gewinnen können, vielleicht sogar müssen.

Nach den Treffern von Marvin Takpara (16.) und Nico Najda (60., 70.), hatte der ASV weitere gute Gelegenheiten. Doch weder Aleksander Jaupi (73.), der den Pfosten traf, noch der eingewechselte Ismail Mendil (90.), der nach einem Alleingang keine Kraft mehr hatte, waren mit ihren Abschlüssen erfolgreich. „Daran werden wir arbeiten“, verspricht Myftari. Der Übungsleiter war froh darüber, dass sein Team auch beim Stand von 3:1 weiter nach vorne spielte. Die Gier gehe nicht verloren, meinte der ASV-Coach. Diese Gier war vor allem Martin Amoako und Neuzugang Nico Najda anzumerken. Der Linksverteidiger, einer der besten Spieler auf dem Feld, war defensiv wie offensiv auffällig.

„Man hat bereits im ersten Training gemerkt, dass er ein riesiger Gewinn für uns ist. Er ist spielerisch stark, schnell und torgefährlich“, lobt der Coach seinen Schützling. Vor allem seine Torgefahr war an diesem Abend allgegenwärtig. Nachdem Marvin Takpara nach einem kapitalen Bock von Hassia-Schlussmann Konstantin Schindler das 1:0 erzielte, entwickelte sich eine Amoako-Najda-Show.

Bingen nach der Pause ohne eine Torchance

Die linke Seite des ASV sorgte immer wieder für Furore. Richtig erfolgreich wurde sie jedoch erst in der zweiten Halbzeit, als Takpara Najda am rechten Strafraumrand bediente. Der nahm sich Zeit: „Ich habe erst überlegt mir den Ball auf rechts zu legen und mit dem Vollspann abzuziehen, doch dann sah ich eine Lücke“, erklärte Najda. Er ließ den Ball auf seinem linken Fuß und schlenzte ihn wunderschön ins linke obere Eck – 2:1. Zehn Minuten später war der Abwehrmann erneut zur Stelle. Diesmal mit rechts zum 3:1. Der Treffer war gleichzeitig die Entscheidung. Denn bis auf das zwischenzeitliche 1:1 von Dogukan Tüysüz (35.) fanden die Gäste keinen Weg vor das Tor von ASV-Schlussmann Jannis Meister. „Wir haben es geschafft, dass der Gegner in den letzten 45 Minuten keine Torchance hat“, freute sich Myftari.

Ähnlich gut präsentieren soll sich seine Schützlinge auch am Wochenende in Steinbach. Ganz so einfach werde das nicht, glaubt der Trainer. „Sie haben zuletzt 1:9 verloren und werden auf Wiedergutmachung aus sein“, ist sich Myftari sicher. Der Blick auf die Statistik dürfte ihm jedoch Zuversicht geben. Mit vier Siegen im Gepäck spielt es sich leichter. Und wenn sich dann noch der Linksverteidiger zum Torjäger entwickelt, kann eigentlich nichts passieren – oder? „Ich habe ein enormes Vertrauen an meine Mannschaft“, erklärt Myftari.

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